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16 Kommentare zu “Mehr Transparenz und Ethik in der Tiermedizin!”

  1. Nicola Steiner

    Lieber Herr Schrade,
    leider bin ich erst auf Ihre Seite gestossen, nachdem mein Hund gestorben ist. Er fing vor anderthalb Wochen an zu taumeln und ich wurde fatalerweise von einer Tierheilpratikerin an die Schulmedizin verwiesen – mit tödlichen Folgen für meinen gerade mal ein Jahr alten Hund. Auch wenn es ihn mir nicht zurück bringt, so habe auch ich – wie Sie – das Bedürfnis das öffentlich zu machen, denn ich glaube nicht, dass es ethisch in irgendeiner Form zu rechtfertigen ist, wenn ein Tierarzt für ein 10-Minuten-Gespräch 90 Euro verlangt. Nachzulesen ist meine Geschichte hier:
    http://12oaks-ranch.blogspot.de/2016_09_01_archive.html
    & hier: http://www.12oaks-ranch.de/news/

  2. Elli

    Ich empfehle Ihnen die Dissertation von Bettina Friedrich. Darin ist unter anderem die finanzielle Situation der Tierärzte offen gelegt und es wurde – im Gegensatz zu Ihren einseitigen Berichten – wissenschaftlich gearbeitet und recherchiert.
    http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/friedrichb_ws07.html

  3. HaPe

    “Wir halten uns ausschliesslich an den unteren Satz der Gebührenordnung.”

    Was heisst das?
    Wird nur der sogenannte einfache Satz berechnet, egal welche individuellen Schwierigkeiten auftreten?
    Dann wäre die Aussage korrekt und respektabel!

    Bedeutet er soviel wie “Wie fangen unten an und steigern uns erst dann nach oben”, dann ist es eine Selbstverständlichkeit für professionelle Tierärzte!
    (Abgesehen von denen, die rechtswidrig meinen schon grundsätzlich über dem 1-fachen erst anzufangen, es zählen immer die Umstände des Einzelfalles, nicht die Selbstverliebtheit des Einzelnen!)

    Die GOT sollte abgeschafft werden sie ist kein Schutz für den Tierhalter, nur für den schlechten Tierarzt, der mit durchgeschleppt wird.

    Der Markt regelt alles, aber hier eben leider nicht!

    Die Guten ins Töpfchen…die Schlechten in die Arbeitslosigkeit oder Umschulung!

  4. Wolfgang

    Klingt ja alles prima und was hier angekreidet wird ist nur die Spitze des Eisbergs.

    Aber ein Tierarzt, der sich als “Nestbeschmutzer” profiliert hat auch finanzielle Vorteile, da er gezielt ein bestimmtes Publikum anspricht, welches ihm seine Eigenwerbung durch Inanspruchnahme mit barer Münze wieder auszahlt.

    Das anscheinende Ziel hier ist das zunächst richtige, aber es ist noch lange nicht erreicht!

    Nur der Tierarzt, der völlig kostenlos arbeitet ist zunächst frei vom Verdacht der Gewinnerzielungsabsicht, so oder so! Aber ein guter Tierarzt muss auch kein Märtyrer sein, hier ist die Kompetenz des Tierhalters gefragt, der Tierarzt ist nur “Zuarbeiter” (wie jeder Handwerker!), die Verantwortung hat der Tierhalter!

    Darüber hinaus muss Inkompetenz im Berufsalltag nicht durch “Gewinngeilheit” hervorgerufen sein, sondern schlichtweg durch naive Dummheit, man kann nicht wissen, was man nicht weiss!
    Aber auch hier besteht eine Gefährdung des Tierwohls, aber wie der BGH feststellte sind Tierärzte auch nur Techniker und keine philosophischen Wissenschaftler… Pseudo-Dr.-Titel hin oder her!

  5. Mehr Transparenz und Ethik bei Tierärzten!?! | Der kritische Tierhalter

    [...] Mehr Transparenz und Ethik in der Tiermedizin! Interview mit Dirk Schrader [...]

  6. Der kritische Tierhalter » Blog Archiv » Mehr Transparenz und Ethik bei Tierärzten!?!

    [...] Mehr Transparenz und Ethik in der Tiermedizin! Interview mit Dirk Schrader [...]

  7. Viechdoc

    Kollege Schrader liefert hier die allseits beliebte, aber leider absurde, Beschreibung vieler Praxisinhaber dafür, warum selbständige Tierärzte absichtlich ihre Dienstleistung unter Wert verkaufen und dafür die Begründung haben, Ihre angestellten Assistenten sittenwidrig zu bezahlen.
    Viele deutsche Tierärzte liefern tagtäglich deutsche Wertarbeit – zum Wohle Ihrer Patienten und deren Besitzern. Tierärzte können nicht von Luft und (Tier)liebe leben, auch sie müssen ihren Lebensunterhalt verdienen. Qualität kostet Geld – übrigens auch bei den Humanmedizinern. Fragen Sie doch das nächstemal bei ihrem Hausarzt nach den Kosten Ihres Besuches.
    Und – liebe Tierbesitzer – gehen Sie den Kundendienst wegen ihrer Waschmaschine oder den KFZ-Mechaniker wegen Ihres Autos genauso an, wenn der eine Dienstleistung vollbringt und dafür Geld verlangt?
    Kollege Schrader? – ……….- und ohne weitere Worte.

    Sie haben gegen die Nettikette, von Hounds & People verstossen! Wir haben deshalb Ihre beleidigende Bemerkung gestrichen! Hounds & People

  8. AG

    Liebe Orissa,
    zu 1) selbst gekochtes Fleisch ( novelty protein) ist der Goldstandard fuer Futtermittelallergie, muss aber langfristig nach Bedarfberechnung supplementiert werden.
    zu 2) Ihr Tierarzt hat gegen das Arzneimittelgesetzt verstossten aus finanziellen Gruenden ein Humanpraeparat zu verschreiben wenn es ein Tiermedizinisch zugelassenes Praeparat gibt, ich wuerde fuer meine Clienten nicht gegen das Gesetzt verstossen- macht mich das einen schlechteren Tierarzt? Desweiteren liebe ich meinen Job, wenn ich aber keine entsprechende Entlohnung verlange, kann ich es mir nicht leisten mich fortzubilden und damit ein besserer Tierarzt zu sein!
    Desweiteren biete ich immer eine Behandlung an die auch in der Humanmedizin dem Goldstandard entsprechen wuerde, das kostet viel Geld, wenn sich das ein Besitzer nicht leisten kann ( Tiere sind Luxus) dann muessen wir halt sehen wie man minimalistisch dem Tier hoffentlich doch noch einigermassen helfen kann ohne dass Leiden entstehen. Muss man immer alles machen was moeglich ist?- Klar NEIN!, muss man immer nur das noetigste machen?-Ebenso nein wenn der finanzielle Status erlaubt es besser zu machen.
    My 2 cents.
    Es gibt immer 2 Seiten die es zu betrachten und bedenken gibt.
    AG

  9. John

    Wer so etwas schreibt hat offenbar noch nicht viele Hunde erlebt, die an einer Eiweissunverträglichkeit durch Industriefutter leiden und nur noch Pferdefleisch fressen dürfen. Es ist schon erstaunlich woher maches “Expertenwissen” stammt? Vor allem, wer wild lebender Raubtiere den “Eiweissbedarf”, ob gekocht oder roh, errechnet! Wie die nur ohne das Wissen solcher “Experten” schon seit tausenden von Jahren überleben konnten ….? Erstaunlich oder? Aber vielleicht wäre das ja eine neue Marktlücke …..!!

  10. viehdogda

    Moin, @Orissa
    soweit ich weiß, werden wilde Igel von den meisten Tierärzten für lau behandelt. Nur wenn sie genug verdienen, um sich ihre regelmäßigen Fortbildungen leisten zu können, können sie auch gute Arbeit leisten.

  11. Orissa

    @ AG
    zu1:
    Wo bitte habe ich etwas von gekocht geschrieben ?
    Und ansonsten … es gibt mehr als genug gute und umfassende Seiten im Netz, die sich mit Frischfütterung befassen … nur befinden es die meisten Tierärzte nicht für nötig, sich dahingehend fortzubilden … ist doch die Fertigfutterpampe eine nicht zu unterschätzende Einnahmequelle ;P
    zu 2:
    Wenn ihr tierischer Patient die verordnete Tierarznei nicht verträgt, dürfen sie sehrwohl ein Humanpräparat verschreiben … also keine Sorge.
    Und zu ihrer weiteren Einstellung … Niemand (auch ich nicht) verlangt von den Tierärzten, dass sie ihre Leistung “unter Wert” verkaufen.
    Nur gibt es Tierärzte, die menschlich handeln (und es sich trotzdem leisten können, sich regelmässig fortzubilden) … und solche, die z.B. beim Thema Ratenzahlung das “goldene” Leuchten in den Augen verlieren und mit der “Spritze” winken um das Leiden des Tieres zu verkürzen.
    Was ich von so einer Einstellung halte, muss ich wohl nicht laut sagen.
    Natürlich sind Tiere Luxus … aber darf ich mir den nur leisten, solange ich gesund und arbeitsfähig bin … und wenn nicht -mehr- dann weg damit ?
    “Goldstatus” also nur für Tierbesitzer, die das “Gold” auch gleich mit der “goldenen” Kreditkarte berappen ?
    Wie armselig …

  12. Orissa

    @ Viedogda
    Ja … solange es sich um Kleinigkeiten handelt … also Entwurmung etc.
    Bei grösseren Sachen, wie eben der Beinamputation (und das auch noch am Samstag abend) geht das -verständlicherweise- nicht mehr.
    Einschläfern wäre kostenlos gewesen …
    Zum Thema Fortbildung … siehe meine Antwort an AG.

  13. viehdogda

    Hallo Orissa,

    hmm, also echte (!) Wildtiere bekommen bei mir alles was sie zum Überleben in freier Wildbahn brauchen. Für lau. Leider sind die meistens in einem Zustand, daß nicht mehr viel geht – nur deswegen hat sie der Mensch überhaupt einfangen können. Ausnahme Igel … die kann man auch gesund einfangen.
    Ich denke ein dreibeiniger Igel hat nicht wirklich eine Chance (obwohl ich schon welche gesehen habe, die mit Amputationsverletzungen herumliefen …). Wenn ich keine Chance sehe, das Tier lebensfähig wieder zu entlassen, wird’s eng – es sei denn, jemand kann für die tiergerechte Haltung in einem Gehege/Gatter/Voliere sorgen.
    Was hast Du für einen Igel? Einen domestizierten Wildigel oder einen afrikanischen Weißbauchigel? Letzterer zählt nicht mehr als Wildtier – bevor wir uns hier die Köppe heißreden.

    Deine Antwort an AG: wieso, es gibt doch Tierärzte, die das tun. Du kannst Dir jederzeit eine vernünftige Rationsberechnung auf der Basis von Rohfütterung von einer Tierärztin erstellen lassen. Das sind halt Spezialisten – und wir spezialisieren uns aufgrund des rasant wachsenden Wissens immer mehr.
    Wenn ein tierischer Patient etwas nicht verträgt, muß man halt kreativ werden. Aber eine Unverträglichkeit stelle ich nicht nur deswegen fest, weil das Human-AM billiger ist.

  14. shiragismo

    An alle Hundebesitzer! Bei Betreten der Tierarztpraxen bitte Euer Gehirn
    ein-, und nicht ausschalten!

    Vielen Dank, an die lieben Tierärzte die Horrorgeschichten erzählen, was
    Hunde für Krankheiten bekommen, wenn man sie nicht kastrieren lässt.
    Deswegen, da ich es mit der Angst zu tun bekam (das Geschäft mit der Angst
    funktioniert wie man sieht auch hier) setzte ich meine beiden, damals noch
    jungen Hündinnen, dieser immerhin schweren Bauchoperation aus und ließ sie
    kastrieren. Mit der Folge das beide – inzwischen 11 Jahre alt – krank sind!
    Die eine mittlerweile inkontinent ist und die andere an einer
    Schilddrüsenunterfunktion leidet, dank umsatzorientierter Tierärzte.
    Wie im Lehrbuch oder liebe Tierärzte?
    Nur wurden mir die “Nebenwirkungen”, die in der Tierärzteschaft bekannt
    sind, vor der Kastration nicht erzählt.
    Übrigens liebe Tierärzte wiegen meine Hündinen gerade mal 13 kg und sind
    somit keine großen Hunde oder? Angeblich, so die Auskunft vieler Tierärzte,
    können ja nur große Hunde inkontinent werden…. Wie man sieht, hier der
    Gegenbeweis. Ich gehe aber davon aus, dass ich nicht die einzige bin.

    Trockenfutter, auch ein beliebtes Tierarzt-Thema, das nicht nur zur
    “Gesunderhaltung” empfohlen wird, sondern mir auch wegen der Inkontinenz!
    Ich aber zum Glück, Dank meines gesunden Menschenverstands, nicht befolgte.
    Meine meine 2 Hündinnen bekommen schon immer selbst zubereitetes Fressen,
    haben ein glänzendes Fell, gesunde Zähne und deshalb nicht auch noch eine
    Futtermittelallergie!

    Deshalb liebe Hundebesitzer, bitte schaltet Euer Gehirn auf Hochbetrieb,
    denn es geht um die Gesundheit Eurer Hunde. Ein gesunder Hund bedeutet auch, weniger Tierarztkosten!

  15. Hermann

    Sehr geehrteter Herr Kollege Schrader!
    Kompliment für Ihr mutiges Interview.
    In ähnlicher Weise sollte auch einmal über die “Nutztierpraxis”
    berichtet werden.
    Siehe dazu die Dokumentation
    “Die Natur schlägt zurück”.

  16. mango12

    Sehr geehrter Herr Dr. Schrader, ich finde es hervorragend, dass Sie die empfindlichen Stellen Ihrer Kollegen so gut getroffen haben. Ich selbst bin seit Jahrzehnten Tierbesitzerin und habe in den Praxen der Kollegen so manches mitbekommen und kenne mich ferner auch bei den Tierarzneipreisen recht gut aus. Da ist es mehr als erschreckend, dass bei Durchfällen sofort mit harten Mitteln geschossen wird, obwohl es zum größten Teil überhaupt nicht notwendig ist und das alles nur um den Umsatz in die Höhe zu treiben. Eine Kastration kostet in unserer Gegend zwischen 300 bis 600 €. Da verstehe ich nicht, wie die spanischen Kollegen mit 120 bis 150€ überhaupt überleben können. Die Tiere sehen nicht aus als wären sie durch einen Fleischwolf gedreht worden, sondern die Schnitte sind max. 3 – 4 cm lang und Fäden ziehen ist auch nicht notwendig, da Ober- und Untergewebe mit Cutgutt vernäht wird. Also wieder keine extra Einnahmequelle. Das hier nur als Beispiel. Da wird dieses Diätfutter verkauft, obwohl viele Hunde allergisch drauf reagieren, aber Hauptsache die Kasse klingelt. Es ist erschreckend, dass ein Grossteil dieser Berufsgruppe keinerlei Ethik besitzt und operiert was das Zeug hält. Neue OP-Methoden ablehnt, die wesentlich verträglicher für das Tier und erfolgreicher sind, aber keine 1500€ sondern nur 300/400€ in die Kasse schwemmt. Meist sind diese Art von OP’s dann auch noch erfolglos oder helfen nur minimal.

    Tierärzte die sich dieser Abzocke nicht anschließen, werden von den Herren Kollegen diffamiert und angegriffen, denn hier geht es nicht um den Berufsethos (den sie so wie so nicht haben) sondern nur ums Geld.

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