Wozu einen Hundeführerschein?
Mit der generellen Einführung des Hundeführerscheins wollen Politiker die „öffentliche Sicherheit“ erhöhen. Das bedeutet: Sie erzeugen beim Wahlvolk die Illusion, dass damit die Beißunfälle vermieden werden. Die Medien, allen voran die Bildzeitung, bedienen mit den Bildern von „blutrünstigen Kampfmaschinen“ die Urangst der Menschen vor dem bösen Wolf.
Der perfekte Hund
Wer unbedingt einen Hund haben möchte, so die Vorstellung des Gesetzgebers, muss auch dafür sorgen, dass er perfekt funktioniert: Er darf niemand belästigen, muss aufs Wort gehorchen und sich so verhalten wie es sich die Bürger wünschen, nämlich brav. Der Gesetzgeber macht eine Verbeugung vor allen, die keine Hunde mögen oder gar hassen.
Wer die Sachkundeprüfung (Hundeführerschein) ablegt, wie sie in vielen Bundesländern schon obligatorisch oder Voraussetzung für die Befreiung vom Leinenzwang ist wie in Hamburg, muss bei der schriftlichen Prüfung auch etwas über Dominanz wissen und beispielsweise diese Frage beantworten:
Welche Methode ist geeignet, um die Rangordnung zwischen Mensch und Hund klarzustellen bzw. sich als Mensch die höchste Rangposition zu erarbeiten?
Barry Eaton (Dominanz, 2003) und John Bradshaw (Wissenschaftler Universität Bristol) fragt, welchen Grund ein Hund eigentlich haben sollte, nach Dominanz zu streben und in einer Menschenfamilie Chef sein möchte? Er will überhaupt keine Alpha-Position, sondern dazugehören und geliebt werden.
Die meisten Hundehalter prügeln ihre Hunde nicht mehr, doch das Thema Dominanz ist noch nicht erledigt, jedenfalls nicht in der Praxis der Hundeerziehung. Aber es gibt Hundetrainer, die arbeiten mit Methoden, die der Prügelstrafe nahe kommen und auch eine Art von Gewaltanwendung wie zu Beispiel der Alphawurf, der nach Auffassung mancher Hundetrainer zur Disziplinierung notwendig sei. Der Hund wird am Nacken gepackt, in die Luft geschleudert und dann auf den Rücken geworfen.
Es gibt tatsächlich Hundetrainer, die Weisheiten verbreiten, die für das Bestehen des Hundeführerscheins vorteilhaft sein könnten:
- Der Hund darf nicht vor der Tür oder an der Treppe liegen. Er hat seinen zugewiesenen Platz, und nur dort darf er liegen.
- Der Hund darf nichts Eigenes haben, auch kein Spielzeug. Man muss es ihm nach dem Spielen immer wegnehmen.
- Der Hund darf auch ruhig einmal kräftig geschlagen werden, man sollte nur darauf achten, dass keine inneren Organe verletzt werden. Aus diesem Grund bekommt der Hundehalter eine Zeichnung, auf der die Punkte gekennzeichnet sind, wohin man schlagen sollte. Wahrscheinlich um zu vermeiden, dass man wegen Tierquälerei anzeigt wird.
Was sagen „Experten“ zum Hundeführerschein?
Dr. Wechsung:
Zum Angeln brauche ich einen Angelschein, aber einen Hund kann ich mir einfach im nächsten Hinterhof kaufen, ohne dass ich mir jemals über Verhalten, Verantwortung oder Erziehung Gedanken gemacht habe.
Professor Kotrschal:
Muss man als Eltern einen Befähigungsnachweis erwerben, bevor man ein Kind zeugen darf? Wir sind dabei, aus einer bürgerlichen Gesellschaft eine Misstrauen- und Regulierungsgesellschaft zu machen.
(Quelle: Experten-Talk Dogs-Magazin 4/2010)
Friede, Freude, Eierkuchen
Es gibt auch Hundehalter, für die der Hundeführerschein die einzige Lösung zu sein scheint für ein harmonisches Miteinander von Hund und Mensch. Bloß keinen Streit, nur keinen Ärger verursachen. Wenn Sie von weitem einen Radfahrer oder Jogger sehen, nehmen sie ihren Hund an die Leine. Sie nehmen Rücksicht und die Hunde sind die Leidtragenden. Sie sind eben rechtlos.
Bunte Hundezeitungen verstärken den Trend.
Um Konflikte zu vermeiden, sollte man immer auf den Wanderwegen bleiben und den Hund nicht abseits des Weges herumstöbern lassen. Bei ausgedehnten Streifzügen ist es ohnehin sicherer, den Vierbeiner anzuleinen. Auch an der Leine hat er ausreichend Bewegung und wird am Abend müde und zufrieden ins Körbchen fallen (Quelle „Zeit für Tiere“ – 4/2011 „Der Herbst wird bunt“)
Gute Nacht, Deutschland!
Karl-Heinz List ist Autor, Unternehmens-, Personalberater und Initiator der Initiative Pro Hund
Fotos: oben ©valerianic; unten ©olly
Siehe auch: Berlin will Rasselisten abschaffen und Hundeführerschein einführen










Der Zwangs-Hundeführerschein soll die permanente und aggressive Vorgehensweise der Hundeschulen, die als Modewelle wie Pilze aus dem Boden schießen, zuerst durch alle Foren, um den Kunden jahrelang zu halten bis der Tierarzt kommt, nun die Krone des dauerhaften Umsatzes von allen aufsetzen.
Welpenstunde ok. Hundeschule-Grundkurs ok —dann Hundesport ,
Schon allein wegen dem Datenschutz und der Vereidigung bei Dienstgeheimnissen , kann man nicht Privatpersonen mit Ihren Hobbyausbildungen in brisante Katastrophengebiete wie Erdbeben,Tzunami oder Fukushima fliegen lassen .
Mobyclass , Agliltiy. Man-trailing .Obedience, was kann man sonst noch verkaufen und bezahlen lassen ??
Blindenhundtrainig –bei einer Sprinterrasse soooo gemein.
Ach ja und Suchhundtraining . Rettungshundtrainig weil ja die Polizei angeblich keine ausbildet.Das seien ja Diensthunde keine ausgebildeten Suchhunde … Dabei arbeiten Deutsche Hunde bereits in Süd-Amerika und zwar von der Deutschen Polizei ausgebildete. Die können das
Zughundtrainig (Rütter persönlich verkauft es -hi)weil man ja mit dem Hund arbeiten muss, ihn auslasten muss und /oder die Rasse (der Pudel ,VDH-Gruppe 9 ein Sprinter kein Zughund ) jagdlich geführt werden muss. Wer ? Jäger , Polizisten und Sicherheitsdienste ja!
Sind wir das, als Familienhundhalter? NEIN.Wir alle haben kein Jagdtrevier und keinen Einsatz bei Ganoven mit dem Diensthund.
Und nun profilieren sich Frauen neuerdings, um zu beweisen das Ihr Pudel kein Chiki Miki Hund sei mit der Schutzhundausbildung . Hunde scharf machen,als Freizeitspaß… jetzt reichts aber, mit der Hundeschuleuphorie oder? Das gehört besser verboten, sonst lässt sich diese Lobby mit Ihren Auswüchsen nicht mehr stoppen, was alles notwendig sei !
80% der Hunde sind unter 40 cm und schlafen am liebsten auf der Couch weil am Boden Zugluft herrscht ,wo irgendwann Arthrits grüßen läßt.
Und die fast alternativer Erziehung von Hunden heute hält die Besitzer länger in den Hundeschulkursen,teils ohne Erfolg ! Unsere Eltern haben früher nur einen scharfen Ton gebraucht und Hund wie Kind wußten wo es lang geht . — hat fürs Leben geholfen —
Und ..Hunde haben ein anderes Tiefschlafverhalten. Sie schlafen nicht länger wie 10 -15 Minuten am Stück . Sie fressen ,verdauen und dösen überwiegend nur . Sie brauchen also viel mehr Schlaf wie wir uns vorstellen.Man muss also nicht nur mit dem Hund arbeiten, sondern auch an sich, den Hund mal nicht ständig zu bespaßen, sondern ihn ausreichend ruhen und schlafen zu lassen . Dann halten seine Gelenke und die Wirbelsäule auch länger durch, ohne Spondylosen vom Agility, die Hundeversion des Springreitens, zu bilden.
Hundeschule ist langsam das Reizwort Nr. 1 in Deutschland.
In Bayern gibt es weder Leinenzwang, noch einen Zwangs-Hundeführerschein! Das dies so ist haben die bayerischen Hundehalter weder Politikern noch Tierschutzorganisationen zu verdanken. In Bayern leistete eine gemeinnützige Organisation seit 1992 Pionierarbeit. Die nur deshalb gegründet werden musste um den Leinenzwang zu verhindern und weil die artgemässe Haltung unserer Vierbeiner und die Einhaltung des § 2 Tierschutzgesetz niemanden interessierte. Keine Tierschutzorganisation und natürlich erst recht keine Trainer. Sie leistete in Deutschland auch Pionierarbeit zum Thema Lernpsychologie, Ethologie und allen Gesundheitsfragen, also zur Prävention im Interesse unserer Vierbeiner! Die Leute eigneten sich seit dieser Zeit also seit 20 Jahren und bis heute, freiwillig KNOW HOW (Sachkunde) an, wie ich auch, und bekommen dies auch dokumentiert. Mehr Beweis wie man mit mündigen Bürgern in einer Demokratie, vor allem von Seiten der Politiker, umgehen kann und daß dies funktioniert ist denke ich nicht nötig.
In Bayern gibt es ebenfalls seit 1992 die MIT Abstand längste Rassenliste mit ‘Kampfhunden’, die zunehmend wächst…….welche mündigen Bürger haben denn hier seit 20 Jahren Pionierarbeit geleistet?
Wie man an diesem Artikel feststellen muss, leider nur wenige! Und das ist beschämend für aller Hundebesitzer. Das zum Thema Demokratiefähigkeit und Solidarität der Bevölkerung. Vor allem bei Hundebesitzern wie man sieht. Die sich von den Medien dann auf noch aufhetzten lassen um sich selbst zu schwächen. Vielleicht wäre es endlich mal angebracht nicht wie üblich hier mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern selbst mal den Hintern zu heben und etwas tun. Immer hübsch brav erst mal vor der eigenen Haustüre kehren. Und dann lesen, informieren und dann schreiben..
http://www.houndsandpeople.com/de/magazin/gesellschaft/neues-zu-hunde-und-menschen-interview-mit-astrid-ebenhoch/