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3 Kommentare zu “Tierärzte – Das Geschäft mit der Tierliebe”

  1. Elly

    Sehr guter Artikel!

    Es steht alles drin, was ich seit Jahren geahnt habe. Ich habe mir z.B. niemals vorstellen könne, dass Hunde jährlich geimpft werden müssen.

    Heute habe ich eine Wahnsinnsvorstellung erlebt. Zu viel, um es hier vorzustellen.

    Nur so viel: habe das umfangreiche Behandlungspaket der Tierärztin (Frau Voelkel, Budapester Str., Hamburg) heute abgelehnt – nachdem ich aber bereits 200 € für teilweise unnötige (Vitamin B-Spritze hier, Vitamin C-Spritze dort usw) gezahlt habe. Nach meiner telefonischen Absage, war sie nicht mal mehr bereit, die Kanüle aus seinem Bein zu entfernen – das kann sie wohl nicht berechnen – also lohnt sich nicht – “das soll ich gefälligst von einem anderen Tierarzt machen lassen”
    .
    Gestern wollte sie meinen Hund schnell einschläfern lassen – “möglicherweise hat er einen großen Tumor, der in den Körper hineinblutet”. Diagnose ohne Röntgenaufnahme – einfach so, aufgrund schlechter Leberwerte. ” Ich habe Angst, dass der Tumor in der Nacht platzt, wenn sie den Hund jetzt mitnehmen”. Vorher hatte ich bekannt gegeben, dass ich mir kostspielige Behandlungen nicht leisten kann…

    Seltsam, denn mein Hund liegt völlig normal neben mir, wie ein alter Hund mit 15 Jahren eben so ist. Von Schmerzen keine Spur! “Der Hund hat Schmerzen, das ist Tierquälerei”. Ich sollte ihn auf unbestimmte Zeit mit Schmerzmitteln versorgen – er war gestern nicht in der Lage aufzustehen. Wir haben Laminatfußboden, auf dem er öfters ausrutscht. Ich glaube auch, dass er sich wehgetan hat – aber muss es gleich ein Bandscheibenvorfall sein, wie es Frau Voelkel vermutete? Kann doch auch einfach eine Zerrung oder Verstauchung sein – denn er läuft bereits wieder ganz normal!!

    Ein Herzultraschall sollte auch gemacht werden – obwohl er bereits von einem anderen Arzt mit EKG untersucht und eingestellt worden ist – nur eben nicht per Ultraschall!! Man könne nur so feststellen, was der Grund seiner Herklappeninsuffizienz sei. Wie Bitte???? Meine Güte, der Hund ist 15 Jahre – das ist Verschleiß. Wie soll man bitte den Grund einer Herzklappeninsuffizienz feststellen. Ich habe zwar keine Veterinärmedizin studiert – trotzdem bin ich nicht blöd. Und wenn man es dann wüsste, wäre die Insuffizienz ja immer noch da….

    So geht es vielen, aber man traut sich nicht was zu sagen, weil Tierärzte dann auch schnell mal sehr bestimmend auftreten können und man schnell hingestellt wird, als würde man sein Tier vernachlässigen.

    Es ist einfach empörend!!!

  2. Darlene Connor

    Bei ‘nem Kind hätte man gesagt “Lieber einmal zuviel nachgeschaut und alles harmlos als einmal zu wenig und die Katastrophe zu spät bemerkt…” und dabei seelig vor sich hingegrinst. Aber bei ‘nem Hund lohnt’s ja eigentlich fast nicht.

    … ne?

    1. Angela Schlichting

      Nein, auch bei meinen Kindern war ich diesbezüglich sehr vorsichtig.
      Beispiel: Ein Hodenhochstand meines Kindes sollte in der Kinderklinik St.Augustin stationär operiert werden, natürlich unter Vollnarkose und mit 14 tägiger anschliessender Stationsbehandlung.
      Auf die Frage ob das bei einem Kind unter 3 Jahren denn notwendig sei kam die unverschämte Antwort dass “ein wenig Trennung von der Mama manchmal auch ganz wichtig wäre” ….. (!!!!). Ich habe dann die Operation meines Jungen in einer ambulanten sehr guten Tagesklinik vornehmen lassen und die Kinderklinik St.Augustin ab diesem Tage nie wieder besucht. Nach der ambulanten Operation spielte mein Sohn übrigens abends wieder im Sandkasten mit seiner besten Freundin. Und wurde dennoch bestens ambulant versorgt!!! Soviel zu ” lieber einmal zuviel geschaut” beim Kind – stimmt einfach nicht, gewinnorientierte Menschen gibt es sowohl im Human- wie auch im Veterinärbereich und sogar im Kinderkrankenhaus versucht man, möglichst gut an meinen Kindern zu verdienen.

      Bei meinem Hund bin ich genauso skeptisch aber hier ist es in den letzten Jahren deutlich schwerer geworden Alternativen zu finden weil die Preise kontinuierlich gestiegen sind und es kaum noch TA gibt, die zum einfachen Satz abrechnen.

      Zudem hat sich die unsoziale Haltung verbreitet, daß wer nicht in der Lage dazu sei, große Operationen zu bezahlen, sich erst gar kein Tier anschaffen dürfe.

      Dies Aussage kommt dann ausgerechnet von DEN Tierärzten, die die Preise in den letzten Jahren erst so hoch getrieben haben und aus der Tierhaltung, die insbesondere für alte und einsame Menschen so wichtig ist, ein lukratives Hobby für die “Upperclass” machen möchten.

      Nur wenige Tierärzte haben sich mit Ethik, Armut und sozialer Verantwortung auseinandergesetzt, wie der Hamburger Tierarzt der seine Seite unter kritische-tiermedizin.de betreibt und eben genau dieses Thema auch anprangert.

      Aber leider ist das eine Nebenwirkung der in Deutschland so agressiv betriebenen Tierschutzschiene, dass mittlerweile Bedürftigkeit für den Mensch noch akzeptabel ist, aber ein Tier in Armut nicht leben darf, sonst wird man als Tierquäler bezeichnet.

      Und die Tierärzte treiben dieses Thema mit ihrer Abzocke noch auf die Spitze insbesondere für die jenigen, die ohnehin bedürftig sind. Ich persönlich bin sehr enttäuscht von diesem Berufsstand, in meiner Stadt habe ich noch keinen sozialen TA gefunden, der mich nicht versucht hat abzuzocken und der ehrlich und offen versucht die immer günstigste Möglichkeit zu finden.

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