Ehrlichiose

Die Ehrlichiose, auch tropisches „Zeckenfieber, ist eine durch Bakterien verursachte aktute bis chronische Infektionskrankheit der Hunde, die durch Zeckenbisse verursacht  wird. Diese Krankheit tritt im Mittelmeerraum auf. Wodurch Hunde die bei Urlaubsreisen in diese Regionen mitgenommen werden, gefährdet sind. Die Erreger befallen die weissen Blutkörperchen (v.a. Monozyten und Lymphozyten), seltener Granulozyten. Hunde aus diesen Regionen sollten auf diese Krakheit untersucht werden.

Diagnose:

erfolgt, Differentialdiagnostisch und mit Antikörpernachweis! Ein Titer ist nach 7–21 Tagen nach der Infektion und bis zu 16 Monaten, nach der Elimination des Erregers, nachweisbar.Ein Titer von 1:10 oder höher beweist die Krankheit. In der Frühphase der Infektion kann der Titer negativ sein. Zudem müssen mögliche Kreuzreaktionen, in Betracht gezogen werden.

Die Inkubationszeit beträgt 8 bis 20 Tage.

Symptome:

Mono- und lymphozytäre Ehrlichiose

Nach einer Inkubationszeit von knapp drei Wochen zeigen die Tiere in der Akutphase ständig wiederkehrendes Fieber, Nasenbluten, schleimig-eitrigen Nasenausfluss, Erbrechen, Abgeschlagenheit, Atemnot, Schwellung der Lympfknoten (generalisierte Lymphadenopathie) und eventuell zentralnervöse Störungen wie Muskelzucken und Überempfindlichkeit. Nach einer symptomfreien Phase im zweiten und dritten Monat der Infektion beginnt das chronische Stadium mit Blutungen und Ödemen, Abgeschlagenheit, Abmagerung, Blutarmut (Anämie), Milzvergrößerung Splenomegalie), Gelenkerkrankungen (Polyarthritis), sowie Meningoenzephalitis mit Krämpfen und Paralysen. Das klassische Bild mit stark erhöhter Blutungsneigung tritt jedoch nur etwa in einem Viertel der Fälle auf.

Granulozytäre Ehrlichiose (Anaplasmose)

Der Befall der Granulozyten durch Anaplasma phagocytophilum verläuft meist milder mit Fressunlust, Muskelverhärtungen, Polyarthritis, Lahmheit und Gewichtsverlust.

Therapie:

Zur Behandlung wird ein bestimmtes Antibiotikum aus der Gruppe der Tetracycline, das sogenannte Doxycyclin verwendet.  Es muss mindestens 10, besser 21 Tage lang verabreicht werden. Schon innerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden tritt in den meisten Fällen eine Besserung ein.

Bei schwerwiegenden Fällen sind Bluttransfusionen unterstützend notwendig, um die Zeit bis zur ausreichenden, körpereigenen Blutzellen-Bildung zu überbrücken.

Profilaxe:

Eine Verhütung kann durch regelmäßige Kontrolle und sofortige Entfernung von Zecken bzw. durch den Einsatz von zeckenabwehrenden Wirkstoffen (z. B.Permethrin) oder Spot-on Präparate erfolgen.


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