Wir freuen uns, dass Ihnen dieser Artikel gefällt. Damit wir Sie weiterhin seriös, kritisch, mit gut recherchierten Artikeln informieren und dieses Magazin mit Plattform erhalten können, benötigen wir Ihre Solidarität und Unterstützung. Guter Journalismus bedeutet viel Arbeit. Mit einer freiwilligen Spende können Sie dazu beitragen dieses unabhängige Presse-Medium zu erhalten. Betreff: Spende Artikel Vielen Dank für Ihre Fairness!


Facebook

2 Kommentare zu “München eine Stadt für Menschen mit Hund??”

  1. Appel

    Ich kann diesem Beitrag nnur voll und ganz beipflichten. Ich selbst bin tatsächlich geborener Münchner, meine Familie ist schon über 100 Jahre in München ansässig.
    Also, in den letzten Jahrenzehnten hat sich das Bild in München vollkommen gewandelt. Die Menschschliche miteinander ist unterkühlt geworden, ebeso das Verhältnis der Meschen Haustieren gegenüber. Speziell den Hunden gegenüber. Vornehmlich sind es Menschen aus dem Ost- bzw. Südeuropäischen Raum die diese feindliche Haltung einnehmen. Manchmal habe ich das Gefühl als hätte ich ein Monster an meiner Seite.
    Ich war bis 23 Juni 2013 5 Jahre in Griechenland, habe dort auch meinen hund als Welpen gefunden und kam wieder nach München zurück. Ich war entsetzt was ich vorfand. Was ist nur aus meiner Heimatstadt geworden? Ich fand ein halbes Jahr keine Wohnung mit meinem Hund. Erst durch etwas “Vitamin B” fand ich eine bei einer Münchner Wohngesellschaft eine. Ansonsten würde ich immer noch suchen müssen. Keiner der Privaten will Dich mit Hund. Also besser in München “ohne Kind, ohne Hund oder Katze”. Tja, das mit der “Weltstadt mit Herz” ist wohl vorbei! Jetzt ist es nur noch eine “Weltstadt des Kommerz”.

  2. Tina Kraus

    Hallo Tom,

    ich kann das sehr wohl nachvollziehen – ich bin in MUC geboren, habe div. Stadteile + sehr unterschiedliche Menschen kennengelernt, aber mein Blickwinkel hat sich mit den Jahren auch stark verändert. Mich interessiert die Oberflächlichkeit der Schicki-Micki + Bussi hier, Bussi dort Gesellschaft nicht mehr so stark wie früher, sondern es schreckt mittlerweile eher etwas ab. Wo sind oder bleiben die echten wahren Werte, die schon als hierarchisch abgetan werden? Wer beobachtet heutzutage noch 2 Eichhörnchen, die im obersten Baumwimpel hin und her fegen und quickende Geräusche von sich geben? Es sind doch die kleinen Alltagsfreuden die das Leben bereichern – man muss sie nur sehen und erkennen!

    Ich bin hin und wieder im Hamburg und merke immer wieder die Unterschiede zwischen HH + MUC. Der Slogan München – Hauptstadt mit Herz kann ich leider auch nicht mehr so voll und ganz vertreten. Momentan trifft diese Aussage eher für Besucher zu, die mich höflich nach dem Eisbach fragen und dann voller Ehrfurcht und Begeisterung meinen Hund bestaunen, der innerhalb von Sekunden ins Platz und Bleib geht.

    Gerade beim Gassigehen mit nicht gerade “light” Varianten von Bello & Co. erlebe ich das Ausführen oft als Spießrutenlauf – viele Menschen scheuen scheinbar größere Hunde und werden in Konfrontation/Vorbeigehen nervös und reagieren dann oftmals etwas ungehalten, wenn wir beide zielstrebig vorbei gehen – manchmal hageln sogar unschöne Beschimpfungen hinterher und ich frage mich oftmals nur, was hat dieser Mensch für ein Problem? In schlechten Tagen kann das wirklich eine Belastung sein, aber dafür gibt es dann auch wieder mal den netten Menschen, der dich fröhlich mit Hund anstrahlt. Vielleicht ist auch eine gewisse Autorität dabei, die ich lt. Aussagen meiner Bekannten ausstrahle, wenn ich mit Hund unterwegs bin – normalerweise ist das von Vorteil, denn ich sollte für meinen Beruf eine glaubwürdige und zielweisende Ausstrahlung haben. Scheinbar haben aber manche Menschen damit ein Problem, gerade wenn es sich hierbei noch um eine Frau handelt.

    Tja, das Leben ist schon manchmal seltsam und da ist es für den ein oder anderen bestimmt tröstlich, wenn man mit seinem Problem nicht alleine dasteht. Trotz allem ist das Leben für ein missmutiges Dasein doch viel zu schade, jeder Tiefschlag soll als Erfahrung verbucht werden und nicht als Weltuntergang. Ich werde trotz allem versuchen mit einem Augenzwinkern durchs Leben zu gehen – sei es ob ich ein Mensch sucht Hund-Team von Weitem beobachte oder einen nörgelnden Artgenossen neben mir habe – ich lass mich nicht unterkriegen. Ein Tuck Gelassenheit mit etwas Humor ist die halbe Miete.

    Da ich in nächster Zeit eine nette 2-2,5 Zimmer Wohnung suche, freue ich mich schon auf die Reaktionen von Vermietern, wenn sie erfahren, dass ich Hunde erziehe und einen Ausführdienst betreibe. Nun, vielleicht ist mein potentieller Vermieter auch ein Hundenarr? Leider ist die münchnerische Oberflächlichkeit fast schon in allen Bereichen angekommen – da wird nur nach der Optik beurteilt – alles andere interessiert nicht oder ist nicht von Belang. Schlecht für jemanden wie mich, der täglich div. Stunden bei jedem Wetter mit Hunden draußen arbeitet – da ist das Outfit eher zweckbezogen als up to date. Bin ich deshalb ein Mensch 2. Klasse – wohl kaum! Die Arbeit mit Hunden ist die beste Entscheidung gewesen und Erfüllung bringt jeder Hund mit sich – nur darauf sollte es im Leben ankommen – sich für etwas engagieren, sich dabei gut fühlen und mit sich deshalb zufrieden sich.

    In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag.