Diabetes mellitus

Die Zuckerkrankheit beim Hund triff miiterweile immer häufiger auf. 1% aller Hunde erkranken daran. Auch beim Hund können alle Formen der Diabetes auftreten, Typ I und Typ II. Meist tritt allerdings nur die Insulinabhängige Form der Diabetes Mellitus auf. Durch den Mangel an Insulin kommt es zum Anstieg des Blutzuckers (Hyperglykämie). Die Zuckerkrankheit bleibt meist lange Zeit unbemerkt, wenn sie nicht bei einer Routineblutuntersuchung entdeckt wird.

Symptome:

Einer manifesten Erkrankung sind vermehrtes Trinken (Polydipsie), häufiges Wasserlassen (Polyurie), übermässige Futteraufnahme, trotzdem Gewichtsverlust; Abgeschlagenheit bis hin zum Koma (bei Ketoazidose) sind möglich, Infektanfälligkeit. Sekundärschäden sind unter anderem auch nachlassendes Sehvermögen.

Diagnose:

Blutzuckerspiegel – nüchtern – von über 150 mg/dl (Normwerte: 70 – 120 mg/dl). Ein Nachweis von Glucose im Urin ist nicht sicher, da er auch bei einer Nierenerkrankung auftreten kann.

Therapie: 

Lebenslange Gabe von Insulin durch Injektion unter die Haut (subcutane), 2 x täglich nach dem Fressen. Die Anpassung der Dosis erfolgt individuell, am besten anhand der Blutwerte im Blutzuckertagesprofil. 

Weitere Maßnahmen:

Gewichtskontrolle, Futterart,- menge, -zeiten, Stressvermeidung. Mit einem Blutzucker-messgerät ist die Einstellung auch Zuhause überwachbar. Eine Unterzuckerung äußert sich mit Heißhunger, Unruhe, Zuckungen bis hin zu komatösen Zuständen. Dieser Notfall muss sofort behandelt werden. Wenn Anbieten von Futter, Einflössen von Zuckerlösung  erfolglos bleibt, sofort zum Tierarzt.


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