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4 Kommentare zu “Zum Thema Hundehaltung und “Hundeerziehung””

  1. Herbert Schmidt

    Ein Guter Bericht, der zeigt, dass Hunde mehr sind als “Programierbare Gefährten”. Danke!

  2. Julie Berger

    Einer der besten Artikel die ich zu diesem Thema gelesen habe.
    Zu Kereki: Wie üblich ist man feige und versteckt sich hinter einem Pseudonym, die sollten verboten werden.

    Ich würde mal den Ball flach halten, bevor der Schuss für absolute Inkompetenz nicht nach hinten los geht. Dieser Kommentar zeigt auch, dass die Verfasserin noch nie etwas von Prof. Manfred Spitzer gehört oder gelesen hat. Eine Grundvoraussetzung wenn man behauptet von Lernen Ahnung zu haben.

    Die Erforschung des Lernens durch Konditionierung beschränkt sich rigoros auf beobachtbares Verhalten und spekuliert nicht über Konstrukte, die dem Verhalten eventuell zugrunde liegen und eigene Lernerfahrungen unmöglich machen. Daher kann sie nicht erklären, wie Lernen durch intrinsische Motivation (z. B. Neugier) funktioniert, die die Voraussetzung für Selbsterlerntes und eigene Erfahrungen sind. Erst durch alternative Modelle – etwa Albert Banduras sozialkognitive Lerntheorie, welche insbesondere das Lernen am Modell erklärt – wurden auch diese Verhaltensmuster erklärbar.

    Trotz differenzierter Konditionierungseffekte schaffen ebendiese nicht, z.B. stringent den Wirkmechanismus der Klingelmatte gegen Enuresis zu erklären.

    Auch aus ethischer Sicht gibt es Kritik: Die erzieherischen Konsequenzen des Behaviorismus werden als problematisch angesehen, sofern sie in einer Weise eingesetzt werden, die an Dressur und Gehirnwäsche erinnert. Die operante und klassische Konditionierung sollte wenn überhaupt in einer ethisch vertretbaren Weise eingesetzt werden. Dazu ist erforderlich, dass dem Lernenden der Konditionierungsprozess ausführlich erklärt wird, und er sich bewusst dafür oder dagegen entscheiden kann. Was bei Hunden ja bekanntlich nicht möglich ist.
    Dazu gehört auch, dass der Lernende die Lernziele selbst bestimmt. Was die armen Hunde ebenfalls nicht können.

    1. kareki

      Meine Kritik bezog sich vor allem auf die Annahme, dass man ohne Futterbestechung keinen Draht mehr zum Hund hat, allerdings ist das nicht das Ziel der positiven Verstärkung. Hier werden Leistungen so belohnt, dss der Hund sie wiederholt zeigt, auch durch Futter. Allerdings möglichst ohne Luring.

      Die klassische konditionierung ist im Alltag unumgänglich, sie läuft immer mit. Das ist gar nicht zu unterbinden, noch auszuschalten. Von niemanden, auch nicht von dir oder dem Verfasser dieses populistischen Schriebes. Alleine die Annahme, man könnte sich diesem völlig natürlichen und moral-neutralem Prozess entziehen, ist eine Fehleinschätzung. Man hat scheinbar zu viel 1984 gelesen…

  3. kareki

    Schon wieder wird Konditionierung mit Programmierung gleichgesetzt, dabei aber den meisten Hundehaltern die Ahnung abgesprochen, obwohl dem Verfasser dieses Schriebs wohl entgangen sein dürfte, dass konditionieren GLEICH lernen ist. Nicht ausschlißlich, aber konditionieren ist nichts Böses, sondern einfach ein Lernprozess, der immer stattfindet. Den kann man sich nicht aussuchen. Auch ohen Gewalt oder Futter wird ständig konditioniert und auch wir werden konditioniert. Solange diese Grundlage vom Verfasser nicht verstanden wird, kann er sich bitte nicht erdreisten, irgendwen erleuchten zu wollen.

    Das Futter in den Bauchtaschen dient dabei auch nicht zum Bindungsaufbau (der kommt von alleine über Monate) – sondern darum AUFMERKSAMKEIT (=VERHALTEN!!) zu belohnen und später zu etablieren. Aber solange man sich Tierschützer auf die Fahne schreibt und sich ansonsten wenig mit der operanten Konditionierung befasst, hat man scheinbar das Recht, so einen Schrieb unter die Leute zu bringen. Nichts gegen das gute Bauchgefühl, aber bei so einer “Kolumne” zeigt sich nur wieder, dass ein bisschen Bildung das Bauchgefühl abrunden würde.

    Alleine, dass die positive Bestärkung in diesem Artikelchen wieder auf die Futterbelhnung reuziert wird (mit Hinweis), ist lächerlich und nicht zufriedenstellend. Dann bitte “positive Bestärkung” als Begriff meiden und nur Futterbelohnung wählen. Danke.