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2 Kommentare zu “Chancenlos im eigenen Land Teil II”

  1. Angela Schlichting

    Ja, es ist ein Geschäft mit mafiösen Zügen, das hier mitten in Deutschland Fuß gefasst hat unter dem Deckmantel des “Tierschutzes”. Es hat einen Markt etabliert, den es vorher nicht gab und es leben etliche Organisationen im In- und Ausland ausschliesslich von den Vermittlungsgebühren gutgläubiger deutscher Tierliebender.Es werden massenweise Tiere nachproduziert, um diesen Markt halten und befriedigen zu können. Aber es sind keinesfalls die “unteren Schichten” die sich hier bereichern. Dies ist ebenso wie die Behauptung über die “bösen privaten Vermehrer” und die “guten seriösen Züchter” ein absolutes Ammenmärchen, das wiederum nur den AMrkt befeuert.

    Man muss sich nur einmal anschauen, was in den letzten 10-15 Jahren auf dem deutschen Tierschutzmarkt geschehen ist:

    Damals:
    Menschen kauften oder adoptierten Hunde von privat oder aus Tierheimen, Mischlinge zum Preis von bis zu 100 Euro waren nicht besonders wertvoll, also war auch wenig Interesse am Verkauf dieser Tiere. In den Tierheimen wurde gegen Schutzgebühr oder Spende vermitttelt und auch kontrolliert, ob der Halter die Bedingungen erfüllen konnte.

    Heute:
    Gibt es keine Hunde mehr unter 400 Euro, weder in einem Tierheim noch im privaten Bereich. Ich schreibe das erst einmal wertfrei und bitte jeden, der das liest, allein über diese Tatsache einmal nachzudenken. Ist es nicht logisch, dass in einer Welt, in der es wirklich schwer ist 400 Euro zu verdienen ein Hund, desse Preis künstlich nach oben gepusht wurde unter dem Deckmantel des Tierschutzes plötzlich zur Massenware wird?

    Wird durch diese Tatsache nicht der ganze Tierschutzgedanke ad absurdum geführt, wenn man sich selbst einen Markt schafft, den man eigentlich behauptet abschaffen zu wollen???

    Wie kann es sein, dass Rassehunde plötzlich zwischen 1000 und 2000 Euro teuer sind (und das angeblich noch richtig und angemessen sein soll nach den Richtlinien eines Vereins, der aus dem Hundewesen der NS-Zeit hervorging?) und ist es Menschen in den östlichen ärmeren europäischen Ländern wirklich zu verdenken, wenn sie auf diesem Wege versuchen ihre Familien zu ernähren, nachdem WIR DIESEN MARKT geschaffen haben????

    Nein, es ist eben nicht der kleine Mann der kaum Geld hat, der sich hier bereichert und ja, es gibt sicher auch zwischen vielen schwarzen Schafen auch diejenigen die wirklich nur die Tiere im Sinn haben. Aber ich persönlich kenne hier z.B. eine Organisation, deren Betreiberin nun wirklich alles andere als arm ist und die seit 15 Jahren Tiere in Massen für 400 Euro vermittelt ohne, dass irgendjemand prüft wo all dieses Geld denn nun hingeht. Die Böden in dem Haus der Frau sind aus schwarzem Marmor, die Hunde in den südlichen Ländern jedoch, geht es denen besser?

    Dieser Weg ist falsch und hat mit Tierschutz einfach nichts zu tun. Wir zerstören die Bedingungen für unseren eigenen, inländischen Tierschutz mit diesen falschen und verlogenen Bedingungen, unter denen immer neue Tiere ins Land und immer neue nachproduziert werden, der Grund sind die überhöhten Preise für Haustiere allgemein (wie kann es sein, dass ein Strassenhund 400 Euro wert ist (Angebliche Schutzgebühr) und ein Milchkalb nur 60 ??).

    Wir sollten dringend aufhören den Leuten weiß zumachen, das sei alles richtig und gut und im Sinne der Tiere, denn wenn die Menschen einmal verstehen, was da wirklich passiert und wer da wirklich verdient wird am Ende vielleicht gar niemand mehr bereit sein im “Tierschutz” überhaupt noch zu spenden. Es sollte daher endlich Schluss sein mit der kommerziellen Vermarktung von Tierschutzhunden und man sollte zurückfinden zu einem Non-Profit-Adoptionssystem, das auf Spenden beruht und sich verpflichtet, die Gewinne den Tieren zu Gute kommen zu lassen.

    Die Gutgläubigkeit von manch Mensch der sich Tierschützer nennt ist mindestens genauso alarmierend wie die Gutgläubigkeit der Hunde-Wühltisch-Käufer auf den polnischen Märkten, ich sehe da kaum einen Unterschied.

    Schade, dass in unserem Land eigentlich offiziell nur der VDH entscheidet, welche Hunde gut und welche von “Vermehrern” kommen und dieser hat auch am meisten davon profitiert, vor allem die dortigen Züchter, die nun durch diese Entwicklung die doppelten Preise nehmen können. Ich persönlich finde diese ganze Entwicklung der Ware Hund in unserem Land katastrophal, weil mittlerweile normale Familien, die dem Hund genau das bieten können, was er braucht, die Bedingungen gar nicht mehr erfüllen können.

  2. Doris Fuller

    Seit Februar dieses Jahres bemühe ich mich einen Hund aus einem Tierheim zu vermitteln. Ein schierr unmögliches Unterfangen.

    Ich weiss nicht, wie oft ich diesen Hund in Facebook vorgestellt habe, sein Bild wurde unzählige Male geteilt. Aber nicht das kleinste Interesse an diesem Hund.

    Im Gegenzug sind auf Facebook hunderte oder tausende von “Tierschützern”, die sich alle den Arm brechen für ausländische Hunde und Katzen.

    Sie alle stellen tausende von misshandelten Hunden dort vor, die Lebensretter bis zu einem bestimmten Datum suchen, ansonst wird der angebotene Hund getötet.

    Jeder aufgeführte Hund wird mit einer elendigen Geschichte vorgestellt und natürlich darf das Bild vom misshandelten Hund nicht fehlen.

    Ich bin mir sicher, obwohl der Hund den ich vermitteln will, genausoviel leidet wie manch anderer Hund im Ausland, keine einzige Chance hat vermittelt zu werden, weil ihm keine physikalische Misshandlung nachzuweisen ist und deshalb jeder ausländische Hund mehr Anspruch auf eine Adoptierung hat.

    Die Leute auf Facebook treiben ein perverses Spiel, indem sie die ausländischen Hunde pushen, als ob es um ihr eigenes Leben geht.

    Für “meinen” Hund habe ich ein einziges “gefällt mir” in 4 Monaten bekommen, ohne jeden Kommentar.

    Geschweige den, jemand interessiert sich für den deutschen Hund.

    Mir tun die ausländischen Hunde auch unendlich leid, aber Deutschland muss aufhören, diese Geschöpfe in unser Land zu bringen.
    Es ist ein Mafia Geschäft, an dem sich die unterste Schicht bereichert, sie haben für sich eine Geldquelle gefunden, die jetzt bis zum bitteren Ende ausgeschöpft wird.

    Natürlich auf dem Rücken der armen Kreaturen.

    An dieser Stelle nochmal: ich suche einen guten Platz für einen Berner-Sennen-Schäfer Mix, 4 Jahre alt.
    Er hat keine Chance auf eine Vermittlung und ist im Tierheim auf lebenslänglich verdonnert worden.

    Er hat mit 4 Jahren schon graue Haare auf der Schnauze weil ihn das Tierheim so schrecklich stresst und er ist dürr, extrem dürr, auch aus dem Grund weil er ein Zuhause sucht und sich in dem Tierheim nicht wohl fühlt.
    Außerdem hat das Tierheim kein Geld ihn mit anständigem Futter zu versorgen.

    ANYBODY ?????????

    Hab ich mir doch gedacht!