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5 Kommentare zu “Universell einsetzbarer “Wegwerfartikel” für Wirtschaft und Politik?”

  1. saba

    Gerade heute und gestern wieder Thema: Missbrauch von Kindern durch Eltern und Erwachsene im Allgemeinen. Täglich werde hunderte bzw. tausende Kinder sowohl sexuell also auch sonst körperlich mißbraucht. Zahlenmäßig unverhältnismäßig höher als Übergriffe von Hunden. Doch in dem ersteren Fall hat die Politik erstaunlich weniger Aktionismus in petto und steckt viel weniger Energie in neue Gesetze usw……es ärgert mich maßlos wie blind und dumm hier seitens der Politik gehandelt wird zu Lasten der Kinder….

  2. M. Schmidt

    Der Artikel stellt eine ganze Gruppe von Menschen – die Züchter – unter Generalverdacht. Wer mit der Szene vertraut ist weiß, dass den nach geltenden Standards arbeitenden Züchtern so gut wie Nichts an Ertrag bleibt. Qualzucht hin, rassetypische Krankheit her: Geld ist bis auf Ausnahmen damit nicht zu machen. Insgesamt rührt der Artikel mindestens so sehr in Klischees rum, wie der Großteil unserer Gesellschaft! Schwach recherchiert!

  3. John

    Sehr interessanter und gut recherchierter Artikel, wie immer, der auch mit meinen Kenntnissen übereinstimmt! Auch wenn bestimmte Leute (Züchter?) diese nicht wahr haben wollen! Vielleicht sollten die zu erst mal das Buch von Christoph Jung lesen, bevor man hier versucht durchsichtige “Lobbyarbeit” zu leisten!

  4. M. Schmidt

    These: “Weitere Profiteure des Wirtschaftsfaktors Hund, sind auch Züchter.”

    Mir ist nicht klar, welche Konnotation der Begriff Profiteur hier haben soll. Jedem Menschen mit einem Mindestmaß an Wirtschaftsverstand ist klar, daß Umsatz nicht gleich Gewinn ist. Leben kann man, wenn einem die Kosten überhaupt etwas übrig lassen, nur von Letzterem. Volkswirtschaftliche Zahlen einseits und betriebswirtschaftliche Schlussfolgerungen andererseits – bei Züchtern, wie Vereinen/Verbänden – in den Zusammenhang zu stellen, führt zu Nichts. Nachdem die Autorin in ihrem Kommentar so schön ergänzt hat, welchen Aufwand die Züchter auf den unendlich vielen Ausstellungen betreiben, kann sich jeder selbst ausrechnen, was ein Züchter an Kosten hat/haben muss und was am Ende ausser viel Leidenschaft übrig bleibt. In meinem Hundeumfeld “Rassewindhunde” kenne ich keinen Züchter, der von diesem Hobby leben könnte – viele legen drauf.

    These: “Mit dem Ergebnis, dass es heute kaum noch gesunde Rassehunde gibt.”

    Es gibt in D ca. 345.000 Rassehundwelpen pro Jahr, davon rund 90.000 aus VDH-Zuchten. Was darf man sich als Leser unter “kaum noch” vorstellen? 1-stellige Prozentwerte und der Rest ist
    krank? Wo ist das Zahlenmaterial zum Gesundheitszustand aller Rassehunde? Solche Formulierungen sind leider Boulevardjournalismus und reiten auf dem Negativbeispiel der einen oder anderen Glubschaugenqualzucht rum. Hier gehört gesagt, dass diese Ausreißer nicht die Regel sind.

    These: “Die Lebenserwartung der Hunde hat sich in den letzten Jahrzehnten drastisch verkürzt”

    Auch hier wäre ich an belastbaren Quellen interessiert. Alles, was man im Netz findet, klingt wie folgt: In den Jahren von 1982 bis 1996 ist die Lebenserwartung von Hunden um über zwei Jahre gestiegen, durchschnittlich von 9,5 auf 11,6 Jahre.
    Diese Entwicklung ist verschiedenen Faktoren zu verdanken, so zum Beispiel dem gewachsenen Bewusstsein für eine gezielte Altersvorsorge inklusive einer verbesserten medizinischen Versorgung und einer altersgerechten Ernährung.

    Alles in allem verpuffen die im Artikel zum Teil zu Recht erhobenen Vorwürfe gegen Gesellschaft, Politik, Züchter, Verbände & Vereine, weil sie untereinander nicht abgegrenzt wurden und dem Leser ein völlig verschobenes Bild liefern.

    1. Christoph Jung

      Wenn, wie laut VDH-Satzung vorgeschrieben, die Liebhaberei Hauptmotivation der Zucht wäre, würde nicht mit erbkranken Hunden gezüchtet. Sicher gibt es seriöse Züchter und Zuchtvereine, aber es gibt eben auch das andere: Hundehändler, Zucht auf Extreme (Minis, Riesenwuchs, Raketenstellung des DSH etc), Zucht auf “Schönheit” zulasten der Gesundheit und des Wesens, Zucht mit Epilepsie, MVD, MDR1-Defekt etc.pp. Warum gibt es denn dutzende Tierkliniken, die nur damit beschäftigt sind, die Fehler der Zucht zu reparieren?

      Leider gibt es weder vom VDH noch von den Tierärztekammern Zahlen zum Gesundheitszustand und Lebensalter der Hunde – warum gibt es das nicht? Ich behaupte, dass man nur kein Beweismaterial für die Missstände aufkommen lassen will (Dilemma der Zucht, Fastfood-Nahrung, Pharma-Medizin). Und selbst wenn Ihre Zahl von Durchschnittlich 11,6 Jahren stimmen würde, wäre das immer noch ein Armutszeugnis. Gesunde Hunde sollten bei der heutigen medizinischen Versorgung und guter Ernährung (nicht Fastfood) um die 15 Jahre erreichen.