Reisen mit dem Hund – Einreisebestimmungen

Reisen mit dem Hund – Einreisebestimmungen

Wer seine Reise mit Hund, Katze oder einem anderem Haustier plant, sollte sich vorher genau erkundigen, welche Bestimmungen das jeweilige Urlaubsland für einreisende Haustiere hat.

In den meisten EU-Ländern wird eine ordnungsgemäße Tollwutimpfung, ein Mikrochip oder eine gut lesbare Tätowierung und ein EU-Heimtierausweis verlangt. Diese Bestimmungen können je nach Land auch noch variieren und sollten immer aktuell beim Tierarzt erfragt werden, der in der Regel die nötigen Informationen zur Verfügung hat.

Nach einem längeren Aufenthalt im Ausland sollte man auch die Einreisebestimmungen, bzw. die Wiedereinreisebestimmungen nach Deutschland beachten. Das gleiche gilt, wenn man sich von Reisen ein Haustier mitbringt. Kommt man aus bestimmten Ländern zurück, die einen hohen Seuchenstatus haben, wie Ägypten, Marokko, Indien und andere, wird vor der Ausreise ein Bluttest angeordnet, der Tollwut und andere ansteckende Erkrankungen ausschließt.

Zwar kosten die Impfungen und Untersuchungen Geld, doch sollte man sich nicht dazu verleiten lassen, dies auf die leichte Schulter zu nehmen. Wird man mit einem ungeimpften Tier an der Grenze erwischt, kommt das Haustier nach Landesbestimmungen in Quarantäne. Dies kann bis zu einigen Wochen dauern. Die Kosten für Unterbringung, Verpflegung und Untersuchung des Tieres muss der Besitzer tragen.

Auch Tiere können Obsessionen haben, nicht nur Menschen

Phobien, psychische Krankheiten und Obsessionen scheinen für viele von uns nur menschliche Probleme zu sein, was aber nicht stimmt. Auch Tiere können Obsessionen haben. Hundekissen, Stöcke, Bälle, quietschende gebrauchte Spielsachen, Kauknochen, Fahrzeuge in Bewegung, wie Fahrräder oder Autos, auch rennende Menschen oder Tiere können zur Obsession des Hundes werden. Zum Glück ist es sehr einfach so eine Obsession von einem harmlosen Interesse an dem Objekt zu unterscheiden. Im Falle der Obsession ist der Hund nicht im Stande sich selbst in Anwesenheit des Obsessionsgegenstandes zu beherrschen und wir können ihn auch nicht beruhigen. Solch ein Hund kann die ganze Zeit bellend hin und her laufen und auch wenn er müde ist, hört er nicht auf.

Viele Menschen lachen über so ein Verhalten des Hundes und finden das komisch, ohne zu wissen, dass dieses Verhalten nicht normal ist. Die häufigste Ursache solcher Obsessionen ist Langeweile und Monotonie.

Diesem Hund kann man helfen, indem man ihm eine Beschäftigung anbietet, bei der er seine Energie abbauen kann und sich beruhigt. Empfehlenswert sind lange und zugleich langsame Spaziergänge, oder Laufen am Fahrrad, was ihn müde macht. Der Hund verbraucht dabei die Energie, aber sein Verstand arbeitet ruhig und der Hund erholt sich. Wenn er müde ist, wird er keine Lust mehr haben, verrückt zu spielen, er legt sich eher hin.

Wenn unser Problem ist, dass der Hund auf Objekte reagiert, die sich schnell bewegen, sollten wir den Hund schrittweise an sie gewöhnen, indem wir ihn die ganze Zeit unter Kontrolle haben. Mit dem Hund an der Leine spazieren wir neben Autos und Fahrrädern. Wir können ihm dabei nicht erlauben, sich auf die Fahrzeuge zu stürzen. Wenn der Hund obsessiv auf einen Ball reagiert, gehen wir mit ihm spazieren und halten den Ball in der zweiten Hand.. Er darf aber den Ball nicht erreichen. Wir sollten die Leine ziehen, wenn der Hund auf das Obsessionsobjekt reagiert. Wenn er dieses aber ignoriert, soll er gelobt werden oder ein kleines Leckerchen bekommen. Den Ball können wir ihm erst dann geben, wenn er ruhig ist. Wenn er sich selbst nicht beherrschen kann, sollte er nicht gestreichelt werden, weil er das als Lob verstehen kann. Wir sollten ihm ein Signal mit der Leine geben und nicht erlauben, dass er den Gegenstand erreicht.

Hunde mit Obsessionen verlangen von uns oft große Mühe und brauchen viel Zeit und Geduld, damit sich ihr Verhalten verbessert. Wenn wir uns aber engagieren, dem Hund zu helfen, können wir dabei auch unsere Probleme leichter bewältigen (z.B. Rauchen).

Dem unter Depression leidenden Hund kann man helfen

Niedriges Selbstwertgefühl, schlechte Laune, Traurigkeit und manchmal Angst oder verlangsamte Bewegung und kein Appetit können von Depression zeugen, unter der nicht nur Menschen, sondern auch Hunde leiden können. Zur Ursachen zählen Krankheiten, Verletzungen und auch schwierige Lebenserfahrungen, durch die der Hund zurückhaltend wird und die Lebenslust verliert. Unter Depression leiden viele Hunde, die in Tierheimen leben.

Die Depression kann man an den traurigen Augen und am kraftlos hängenden Schwanz erkennen. Solche Hunde sind schüchtern und zeigen Neigung zu unterschiedlichen Ängsten, Phobien oder zur Panik. Sie können auch aggressiv aufgrund von Angst werden. Das niedrige Selbstwertgefühl beim Hund führt zu instabilen Reaktionen, die von seinem momentanen psychischen Zustand abhängen, deshalb kann man nicht ahnen, wie er sich verhalten wird.

Die Welt in seinen Augen ist voll von schrecklichen Plätzen und Gegenständen, die eine Gefahr für ihn darstellen. Die beste Lösung sieht er in der Flucht.

Dem unter Depression leidenden Hund kann man helfen und das Rezept ist sehr leicht: es reichen nur Liebe und Sicherheit. Jedes traurige Lebewesen braucht jemanden, der sich um es kümmert und zeigt, wie man Probleme überwinden kann. Die depressiven Hunde werden schnell neue Regeln akzeptieren. Wir müssen sanft, ruhig, verständnisvoll und auch geduldig und konsequent sein. Sehr wichtig ist, dass wir den Hund gleich nach jedem positiven Verhalten loben, ihm ein Leckerchen geben, aber auch bei unerwünschten Sachen korrigieren. Unsere Reaktionen müssen immer der Situation angemessen sein und dürfen nie von unserer Laune abhängen. Das Tier muss uns richtig verstehen und Inkonsequenz in unserem Verhalten wird nur unsere Beziehung zu dem Hund stören.

Unter Depression leidende Hunde brauchen unsere Hilfe und sind nicht im Stande sich von diesem Problem alleine zu befreien. Wir müssen aber wissen, dass wir auf den Erfolg manchmal lange warten müssen. Abhängig vom konkreten Fall können die Effekte unserer Arbeit sowohl nach einer Woche, als auch nach ein paar Monaten kommen. Die Zeit heilt alle Wunden. Der Hund wird uns ein Signal geben, wenn er bereit wird, uns zu vertrauen.


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