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4 Kommentare zu “Das rumänische Verfassungsgericht erlaubt Tötung von Strassenhunden”

  1. Liz Green

    Dem kann ich nicht beipflichten! Das deutsche Tierschutzgesetz ist eine Lachnummer und wird bis heute nicht umgesetzt. Und nur weil man ein Gesetz auf dem Papier stehen hat, bedeutet dies noch lange nicht, daß Mitlebewesen auch respektiert, geachtet und Bestandteil der Gesellschaft sind.

    Tiere, gleich ob Haus-, oder Nutztiere gelten in Deutschland als Konsumgüter. Wenn dem nicht so wäre, dann wären die Tierheime nicht nicht voll, weil jedes Jahr ca. 100.000 Tiere einfach ausgesetzt werden. Nutztiere gelten als seelenlose “Konsumgüter” mit denen man als solche umgeht. Sie können aber ebenso Schmerzen und Leider empfinden, wie auch das Säugetier – der Homo Sapiens. Dies wird einfach verdrängt. So lange dies so ist, ist das Leid der Tiere zwar nicht so sichtbar wie in Rumänien, weil die Tiere in den Tierheimen verräumt sind. Nach aussen wird eine saubere Fassade gewahrt und der Bevölkerung vorgegaukelt, Deutschland sei ein zivilsiertes und kulitivirtes Land. Wo bleibt aber die Humanität und das Sozialverhalten, daß gerade am Umgang mit Tieren zu erkennen ist??

    In Rumänien hat sich seit dem Sturz von Ceaușescus nichts geändert. Die Schergen des ehemaligen Regimes sitzen bis heute in der Regierung, den Gerichten und der Staatsanwaltschaft, bis hin zur EU. Gerade hat die New York Times hierzu einen sehr guten Artikel veröffentlicht der das ganze Ausmass, eines bis heute kriminellen, korrupten, menschen und tierverachtenden Landes aufzeigt, das in der EU nichts, aber auch gar nichts zu suchen hat. Vielmehr sollte die Eu das Massaker an den Strassenhunden zum Anlass nehmen, endlich die Verbrecher vor Gericht zu stellen, die bis heute agieren und sich entziehen.

    http://www.nytimes.com/2013/09/30/world/europe/in-trial-romania-warily-revisits-a-brutal-past.html?ref=global-home&_r=0

    Tierschutz ist leider nur in einer Gesellschaft möglich umzusetzen und zu leben, die nicht nur die geistige, intellektuelle und auch soziale Kompetenz besitzt und weiss was Humanität ist! Der Umgang mit Tieren spiegelt den Umgang der Menschen miteinander wieder. Davon ist Rumänien Lichtjahre entfernt. Der grauenhafte Massenmord an den armen Straßenhunden ist nur ein Symptom und wird von der Weltöffentlichkeit zum Glück wahrgenommen.

    Es gibt keine Zeitung, in den westlichen Industrieländern, die hierüber nicht berichteten. Außer in Deutschland, da stand überall der gleiche dpa Meldung die wie üblich übernommen wurde. Keiner Redaktion war dieses Thema ein eigener Bericht wert.

    Danke, für die gute und seriöse Berichterstattung hier, nicht nur zu diesem Thema!

  2. Paul Phantast

    Tierschutz hat in Deutschland eine große Lobby (zum Vergleich: Tierschutzbund 800.000 Mitglieder, Kinderschutzbund 50.000 Mitglieder). Tierschutz hat in Deutschland auch eine lange Tradition. Vor genau 80 Jahren wurde das erste Tierschutzgesetz veröffentlicht. Auch wenn zu jener Zeit die eine andere Unmenschlichkeit begangen worden sein mag, in Sachen Tierschutz macht uns Deutschen keiner was vor. Die Herren Adolf H., Heinrich H. und Hermann G. könnten uns und natürlich allem voran den Rumänen zumindest in dieser Hinsicht als ausgesprochenes Vorbild dienen. Damals hat man dieses Gesetz couragiert vor allem deshalb gemacht, um die schier unmenschlichen Schlachtrituale einer ethnoreligiösen Minderheit zu beenden. Das Gesetz richtete sich aber auch schon damals gegen Tierversuche in der Schulmedizin, die auch von eben dieser ethnoreligiösen Minderheit dominiert gewesen sein soll. Bei Zuwiderhandlung drohte seinerzeit die damals übliche strafrechtliche Sanktion, was zumindest abschreckender gewirkt haben dürfte, als die heutigen Strafen bei Tierquälerei.

    Nur weil in Rumänien bedauerlicherweise ein paar Menschen von streunenden Hunden getötet wurden, ist dies doch noch lange kein Grund die Zahl von 65.000 Straßenhunden in Bukarest reduzieren zu wollen (das sind doch gerade mal ein Straßenhund auf 31 Einwohner). Schließlich käme ja auch kaum ein Rumäne auf die Idee, die Wölfe und Bären im Land auszurotten, nur weil vielleicht auch mal ein Mensch von diesen Tierarten getötet wird. Es wird höchste Zeit, die Rumänen in Sachen Tierschutz zu belehren und dem Land ansonsten sämtliche Förderungen und Subventionen zu streichen (z.B. Spenden für die sowieso völlig lästigen Straßenkinder).

  3. Clarissa Braun

    Der Kampf gegen Windmühlen…?

    Wie soll in solchen Ländern Tierschutz funktionieren, wenn die Voraussetzungen hierfür in der Gesellschaft nicht vorhanden sind? Sondern eine total verrohte und korrupte Bevölkerung die offenbar nie lernte Verantwortung zu übernehmen. Auch nicht wie man sieht, für die Schwächsten er Schwächsten.

    Also müsste sich die Gesellschaft in diesem Land ändern. Dies wird aber in absehbarer Zeit zum Vorteil der Tiere in solchen Ländern nicht stattfinden. Erst dann würde Tierschutz funktionieren. Auffallend ist, daß solche und ähnliche Grausamkeiten an Tieren meist in Ostblockländern stattfinden. Vielleicht wäre dies auch ein Parameter zur Beurteilung bestimmter Länder, bevor man die in die EU aufnimmt.

    Denn Gewalt an Tieren, bedeutet auch Gewalt an Menschen.

  4. cicero

    Unglaublich! Dies zeigt nicht nur welche Länder in die EU aufgenommen werden – die dort eigentlich nichts zu suchen haben. Und wie die EU mit ihrem Parlament, eigentlich funktioniert und was sie tut. Gar nichts!

    Es gibt ein EU-Recht, das dieses Vorgehen verbietet! Dies wird aber wie vieles andere ebenfalls, die EU Abgeordneten und “Funktionäre” nicht interessieren.

    Diese interessieren sich eher für die gute alte Glühbirne und schaffen diese ab. Um aus “Umweltgründen” eine mit Quecksilber auf den Mark zu bringen. Zu Gunsten von einigen wenigen Firmen, die hiermit den Reibach machten.

    Korruption beginnt also nicht erst in solchen sozial, emotional und intellektuell unterentwickelten Ländern wie Rumänien, indem auch ein Menschenleben nichts wert ist, sondern bereits in der EU!