Tollwut

Empfänglich für die Krankheit sind alle warmblütigen Tiere. Die Hauptinfektionsquelle sind wildlebende Fleischfresser, in erster Linie Füchse. In letzter Zeit wurde das Virus aber auch verschiedentlich bei Fledermäusen nachgewiesen.

Ansteckung: Tollwutviren werden von infizierten Tieren mit dem Speichel ausgeschieden. Bissverletzungen durch tollwutinfizierte Tiere sind deshalb besonders gefährlich, weil das Virus über Wunden oder Hautläsionen in den Körper gelangt und die Ausbreitung über die Nervenbahnen ins Gehirn erfolgt. Deshalb sollte man auch unbedingt vermeiden “besonders zutrauliche Wildtiere” oder z.B. einen überfahrenen Fuchs mit der bloßen Hand zu berühren.

Der Erreger heißt: Rabdovirus

Die Inkubationszeit beträgt 14 – 60 Tage.

Die Krankheitssymptome:

In typischen Fällen verläuft die Tollwut in drei Phasen.

  1. Das erste Anzeichen ist oft eine Verhaltensänderung (scheue Tiere werden z.B. zutraulich), während weniger Stunden bis 4 Tagen.
  2. Im weiteren Verlauf Erregungsphase „rasende Wut“ treten Erregungszustände auf.
  3. Schließlich Lähmungserscheinungen und anschließender Tod.

Da die Krankheitserscheinungen bei Tollwut sehr vielfältig sein können, muss dringend empfohlen werden, falls man selbst oder der Hund Kontakt mit einem tollwutkranken oder verdächtigen Tier hatte, unverzüglich einen Arzt oder Tierarzt aufzusuchen. Geimpfte Hunde sind in diesem Fall rechtlich besser gestellt als ungeimpfte, für die eine sofortige Tötung angeordnet werden kann.

Therapie:

Keine! Auch nicht erlaubt. Meldepflicht! Amtstierarzt entscheidet über Tötung oder mögliche Quarantäne.

Die ersten Impfungen gegen diese Krankheiten bekommen die Welpen meistens im Alter von 12 Wochen bis zum 6. Monat, in gefährdeten Gebieten auch schon früher. Drei bis vier Wochen später muss die Impfung nochmals aufgefrischt werden. Die heutigen zugelassenen Tollwutimpfstoffe halten mittlerweile 3 Jahre an. Für die Reise ins Ausland muss durch den Tierarzt bestätigt werden, daß der Hund gegen Tollwut immunisiert ist.


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