Leishmaniose (durch stechende Sandmücken)

Die gefürchtete Infektion wird durch den Erreger Leishmania Infantum ausgelöst. Entdeckt wurde der Erreger vom britischen Tropenarzt Sir William Boog Leishman 1900. Die Infektionsrate von Hunden mit Leishmanien ist besonders im Mittelmeerraum stellenweise sehr hoch:

Süd-Frankreich (bis 20%),
Nord-Spanien (5-10%),
Süd-Spanien (bis 42% in Andalusien),
Italien (5-10%, auf Sizilien bis 80%),
Nord-Griechenland (bis 3%),
Süd-Griechenland (ca. 25%).

Die Infektionsrate bei Hunden und Menschen hängt von der lokalen Sandmückenpopulation und deren Stechgewohnheiten ab. Eine Leishmaniose kann überall dort erworben werden, wo mit Leishmanien infizierte Sandmücken der Gattungen Phlebotomus oder Lutzomyia vorkommen – auch in Anrainerstaaten des Mittelmeeres, wie Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Ex- Jugoslawien, Griechenland und in den Ländern Kleinasiens (Türkei) und Nord-Afrikas, vermutlich sogar, laut „Parasitology Research“, mittlerweile in Süd-Deutschland.

Über die jeweils aktuellen epidemiologischen Daten informiert Sie die Welt-Gesundheits-Organisation WHO.

Diagnose:

Leishmaniose ist durch serologischen Antikörpernachweis festzustellen.

Menschen können sich ebenfalls durch die Stechmücke oder offene Hautläsionen beim Hund infizieren.

Derzeit häufen sich die Fälle von Leishmaniose- Erkrankungen bei Mensch und Tier in Deutschland.

Die Ansteckung erfolgt über stechende Sandmücken. Im Darm der Mücken vermehren sich die Leishmanien und werden beim stechen in die Haut des Hundes (oder Menschen) übertragen. Über Monozyzen (weiße Blutzellen) werden sie aufgenommen und vermehren sich. Von der Haut werden sie dann über das Blut an innere Organe weitertransportiert und verbreiten sich so im ganzen Körper.

Der Erreger heißt: Leishmania Infantum

Die Krankheitssymptome:

  • Durchfall
  • Lahmheit, sowie allgemeine Trägheit
  • Fieber – begleitet von schleichendem Gewichtsverlust
  • einreißen der Ohrränder
  • Hautläsionen (Hautwunden-Ulcera) an Ohren, Kopf, Beinen, Pfoten
  • Haarausfall
  • Verkümmerung der Gesichtsmuskulatur
  • Lokale und/oder generalisierte Lymphknotenschwellung
  • Augenläsionen
  • Epistaxis (Nasenbluten)
  • Anaemia (Blutarmut)
  • Nierenversagen

Therapie:

Mit z.B. Glucantime + Ketoconazole, Allupurinol + Levamisole, Phosphocholine.  Möglichst diejenige (Kombinations-) Therapie übernehmen die an dessen Ursprungsort mit Erfolg eingesetzt wird (verschiedene Leishmania-Arten und Stämme).

Prognosen:

Je früher die Diagnose desto günstiger die Erfolgsaussichten.

Prophylaxe:

„Scalibor“ Halsband, Tierarztbesuch vor Auslandsaufenthalt.


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