Flohbissallergie

Flöhe sind weit verbreitet. Hiervon gibt es weltweit über 2000 Arten. Sie sind meist wenig wirtsspezifisch, haben also keine bevorzugte andere Art, sondern befallen Tiere, und auch Menschen. Hunde können vom Katzenfloh, Geflügelfloh, Hundefloh oder auch vom Menschenfloh, der nur noch sehr selten vorkommt, befallen werden.

Flöhe erzeugen während sie stechen, einen mehr oder weniger starken Juckreiz und sind die häufigsten Verursacher einer Allergie beim Hund. Aus dem Flohspeichel konnten über 15 allergieauslösende Stoffe identifiziert werden. Die Flohallergie tritt oft mit weiteren Allergien, wie Nahrungsmittel-, Hausstaub-, Pollenallergien u.a. auf. Massiver Flöhbefall kann bei Welpen eine Anämie (Blutarmut) verursachen und sie sind auch Überträger von Krankheiten, z.B. einer Bandwurmart.

Während der Floh das Blut seines Opfers saugt, dringt gleichzeitig Speichel in den Körper, um die Blutgerinnung zu vermeiden. Hierdurch entsteht Juckreiz der bei sensibilisierten Hunden eine allergische Reaktion vom Soforttyp auslöst. Diese allergische Reaktion kann innerhalb von einer halben Stunde oder auch erst eine nach Stunden bis Tagen auftreten.

Entwicklung des Flohs:

Das Flohweibchen beginnt nach dem Blutsaugen noch auf dem Wirtstier mit der Eiablage. Viele Eier fallen z.B. auf Schlafplätzen und anderen Aufenthaltsorten des Wirtstieres auf den Boden. Nach 1-6 Tage schlüpfen die Larven. Sie häuten sich 2x und kriechen möglichst an einen dunklen Ort, in Ritzen und unter Teppiche, u.s.w. was die Bekämpfung erschwert, Flohlarven ernähren sich von Flohkot und Eiresten. Dies machen sich Bekämpfungsmittel zu Nutze. Im darauffolgenden Puppenstadium sind sie gegen äussere Einflüsse sehr widerstandsfähig. Bei günstigen Bedingungen schlüpft der erwachsene Floh nach 2-5 Wochen, bei ungünstiger Witterung Monate bis zu einem Jahr später.

Symptome:

Intensiver Juckreiz, juckende Quaddel. Durch Kratzen, Scheuern, Lecken oder Benagen der Stelle, kann eine bakterielle Superinfektion entstehen. Weitere Symptome wie Haarverlust, Verdickung der Haut und eine typische Schwarzfärbung (Hyperpigmentierung) der Haut können ebenfalls auftreten. Die Veränderungen der Haut treten beim Hund an typischen Stellen wie an der Kruppe, Schwanzwurzel, und der Hinterseite der Hinterbeine auf. Brust, Hals, Kopf und Bauch sind meist nicht befallen. Am häufigsten beginnt die Symptomatik in einem Alter von 3-5 Jahren. Ein einziger Flohstich reicht aus um eine allergische Reaktion auszulösen.

Diagnose:

Intracutantest mit Flohallergen. Die Reaktion wird nach 10-20 min, nach 24 und 48 Stunden abgelesen.

Nur durch eine Blutuntersuchung kann eine Allergie vom Soforttyp (IgE)erkannt werden. Die Flöhe selbst  sind vor allem bei Hunden mit dunklem Fell schwer zu finden. Der Flohkot (kleine schwarze Segmente) befindet sich meist an Kruppe, Innenseite der Hinterbeine aber auch am Bauch. Um festzustellen ob es sich um Flohkot also einen Flohbefall handelt, den Hund am besten auf ein weisses Tuch stellen und das Fell an befallenen Stellen mit einem Flohkamm kämmen. Der Flohkot färbt sich rot, wenn er mit Wasser befeuchtet wird.

Bekämpfung:

Soll die Flohbekämpfung erfolgreich sein, müssen nicht nur die erwachsenen Flöhe auf dem Hund und den Kontakttieren abgetötet werden, sondern es kann auf eine Behandlung der Umgebung (vor allem der Larven) meist nicht verzichtet werden. Langwirksame Insektizide, regelmässiges Staubsaugen und Waschen von Decken, Teppichen etc..

Therapie:

  • Vermeiden des Flohbefalls
  • Spot on Präparate
  • Kurzzeitige Glukokortikoidtherapie bei allergischer Reaktion 

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