Welche Voraussetzungen sind nötig, um Hundehalter zu werden?

Hunde leben seit 16 000 Jahren mit dem Menschen zusammen. Kein anderes Haustier hat sich dem Menschen so angepasst wie der Hund und ist von diesem abhängig. 

Der wichtigste Sozialpartner für den Hund ist deshalb der Mensch, auch wenn dieser seine Artgenossen und den Kontakt zu ihnen - den jeder Hund benötigt - nicht ersetzten kann. Seinem Menschen gegenüber ist der Hund immer loyal und treu ergeben.

Hunde arbeiten seit tausenden von Jahren mit und für den Menschen.

Auch heute arbeiten und leben Hunde als Rettungs-, Jagd-, Therapie-, Polizei-,Zollhund oder als Familienmitglied für und mit dem Menschen.

Gerade deshalb, sind weder Familienhunde und auch Arbeitshunde keine “Gerauchs”-Gegenstände oder Arbeitshilfmittel die - wenn Sie nicht so funktionieren wie der Mensch sich das vorstellt - wieder zurückgegeben oder einfach “umgetauscht” werden können. Meist treten die ersten “Probleme” dann auf, wenn die Hunde geschlechtsreif werden.

Die ersten anderthalb Jahre erfordern deshalb viel Zeit und Geduld die für die Bindung, Förderung und Erziehung des jungen Hundes nötig sind.

Diese Zeit ist der Grundstein und die Basis dafür, wie sich Ihr Hund später entwickeln und sich als erwachsener Hund verhalten wird. Wenn der Mensch einen Plan hat und weiss, was er von seinem Hund will und welches Verhalten er fördern möchte. Deshalb übernimmt jeder Hundebesitzer ein hohes Mass an Verantwortung. Er muss für eine artgerechte Haltung-, Pflege -, seine Gesunderhaltung - wozu auch die Ernährung gehört  - sorgen.

Vor allem aber benötigt der Hund nichts mehr, als das Zusammensein mit seinem Menschen, sowie seine Liebe und Fürsorge, wie auch den Kontakt zu anderen Artgenossen. Denn der Mensch ist zwar das erst beste Lebewesen, mit dem der Hund seit Jahrtausenden zusammenlebt, aber kein Hund.

Kinder lernen von einem Hund als Familienmitlgied,

nicht nur Verantwortungsbewusstsein, sondern auch Sozialverhalten und Einfühlungsvermögen. Für ein Kind kann ein Hund der beste Freund sein, der immer zu hört und bedingungslose Liebe zurück gibt.

Allerdings sollte sich das Kind den Hund auch unbedingt wünschen! Ein Hund ist kein Überraschungsgeschenk das man dann wieder umtauschen kann.

Für das Kind sollte der Hund allerdings nur angeschafft werden, wenn Sie als Eltern auch bereit sind, Ihr Kind zu unterstützen und für das Wohl des Hundes gerne von Beginn an auch Verantwortung  übernehmen. Hunde benötigen gerade im Zusammenleben mit Kindern Rückzugsmöglichkeiten und einen ungestörten Schlaf-, und Fressplatz.

Sie als Eltern sollten sich darüber bewusst sein, daß Sie ein weiteres Mitglied in die Familie aufnehmen, das fast genau so viel Zeit in Anspruch nimmt, wie ein Kind. Es ist sinnvoll mit Kindern ab ca. 7 Jahren und auch kleiner z.B. einen Welpenkurs zu besuchen in dem auch Kinder willkommen sind, um von Anfang an den Umgang mit dem Hund zu erlernen, damit das Kind dies dann mit Spass und Erfolg umsetzen kann.

Die Entscheidung für einen Hund bedeutet ein neues Familienmitliglied aufzunehmen, das nicht nur seinen Platz in der Familie benötigt, sondern auch die Bereitschaft voraussetzt Verantwortung für die nächsten 12-16 Jahre zu übernehmen. Ein Hund benötigt mindestens 2-3 Stunden  Auslauf – 2 kleinere und einen grossen Spaziergang – am Tag und möchte dabei sein!

Voraussetzung in Ihrem Lebensumfeld:

  • Gibt es genügend Parks und Freilaufflächen in Ihrer Umgebung?
    Es muss nicht unbedingt ein Haus mit Garten sein, denn auch ein Hund der in einem Haus mit Garten lebt, benötigt täglich genügend Auslauf und Kontakt zu Artgenossen.
    Holen Sie auf  jeden Fall vor der  Anschaffung Ihres neuen Familienmitglieds die Erlaubnis Ihres Vermieters ein und informieren Sie sich über die Hundeverordnungen in Ihrem Bundesland! > Hundeverordnungen BRD
  • Ist der ein Hund und mit Ihren Lebensumständen/Berufstätigkeit vereinbar?
    Können Sie den Hund mit zur Arbeit nehmen?
    Ein Hund benötigt mindestens 3 Stunden  Auslauf – 2 kleinere und einen grossen Spaziergang – am Tag und Hunde möchten einfach nur dabei sein!
  • Haben Sie Familienmitglieder, einen Hundesitter oder Dog Walker der sich um Ihren Hund kümmert, wenn Sie mal keine Zeit haben?
    Hunde können nur eine begrenzte Zeit allein Zuhause bleiben – max. 2-3 Stunden. Dies sollte aber die Ausnahme und nicht die Regel sein!
    Haben Sie für Geschäftsreisen bei denen Ihr Hund nicht mit kann oder bei Krankheit, hundeerfahrene Freunde die der Hund gut kennt, wo Sie ihn unterbringen können?
  • Überlegen Sie, daß auch Ihr Hund in den Urlaub mit möchte und sie künftig Länder bevorzugen müssen in die Sie mit dem Auto fahren können.
  • Wenn Sie diese Voraussetzungen nicht erfüllen können oder wollen, dann haben Sie den Mut zum evtl. vorläufigen Verzicht auf die Anschaffung eines Hundes!

Weitere Informationen:


Wir freuen uns, dass Ihnen dieser Artikel gefällt. Damit wir Sie weiterhin seriös, kritisch, mit gut recherchierten Artikeln informieren und dieses Magazin mit Plattform erhalten können, benötigen wir Ihre Solidarität und Unterstützung. Guter Journalismus bedeutet viel Arbeit. Mit einer freiwilligen Spende können Sie dazu beitragen dieses unabhängige Presse-Medium zu erhalten. Betreff: Spende Artikel Vielen Dank für Ihre Fairness!


Facebook