Selbstschutz, Pulskontrolle, Schock

Selbstschutz bei stark schmerzhaften Verletzungen oder Krankheiten

  • Ruhige Vorgehensweise, keine Hektik verbreiten! Hektik und Panik übertragen sich auf den Hund!
  • Beruhigend mit dem Hund sprechen, dann vorsichtig versuchen ihn zu streicheln wenn nötig: Kopf fixieren.
  • Auch der gutmütigste Hund kann bei starken Schmerzen oder Schock seinen Besitzer beißen!!
  • Wenn alles nichts hilft und die Gefahr besteht, bei nötigen Manipulationen am Hund, gebissen zu werden: Schnauze zubinden (mit elastischer Binde, Krawatte, Gürtel, Leine, nicht mit einschneidendem Material)!

Pulskontrolle

  • Der Puls des Hundes liegt in der Regel bei 70-160 Schlägen pro Minute.
  • Bei Welpen kann die Pulsfrequenz durchaus bis 220 pro Minute betragen.
  • Auch hier ist eine sporadische Pulskontrolle Voraussetzung für eine konkrete Pulsbestimmung im Krankheitsfall.
  • Hierbei sollten Sie den Puls in Ruhe, nach Bewegung, in Aufregung etc. messen um den normalen Puls ihres Hundes zu kennen.
  • Falls Sie Unregelmäßigkeiten im Pulsschlag feststellen – dies ist im Gegensatz zum Menschen beim Hund durchaus normal.
  • Legen Sie ihren Hund auf die Seite und legen Sie ihre Finger auf die Innenseite des Oberschenkels direkt unterhalb des Hüftgelenks.
  • Tasten Sie solange bis Sie die Arterie gefunden haben (fühlt sich wie eine dicke Sehne an). Zählen Sie 15 Sekunden lang den Puls ihres Hundes und multiplizieren Sie das Ergebnis mit 4

SCHOCK = (Kreislaufzentralisation)

  • bei allen Notfällen: immer zuerst auf Schocksymptome achten, bei Schockgefahr sofort zum Tierarzt, Lebensgefahr!!

Symptome

  1. Porzellanweiße Schleimhäute: Mundschleimhaut, Bindehaut
  2. KFZ (Kapillarfüllungszeit, durch Druck aufs Zahnfleisch bestimmen): länger als 2 sec.
  3. Hund fühlt sich kalt an
  4. Atmung beschleunigt Puls schnell, pochend, später schwächer, schließlich unfühlbar (normaler Puls: kleiner Hund 100 – 120, großer Hund 80 – 100)
  5. zunehmend gestörtes Allgemeinbefinden

Massnahmen

  • Hund braucht Ruhe! Jede Hektik und Streß vermeiden!
  • Sofort zum Tierarzt. akute Lebensgefahr!
  • Warmhalten: Decke. Wärmflasche, aber nicht überhitzen.
  • Lagerung: Seitenlage, wenn möglich rechte Seitenlage (Herz oben).
  • Atemwege freihalten, vor allem bei Erbrechen, leichte Kopftiefhaltung.
  • Stoppen von Blutungen

Wir freuen uns, dass Ihnen dieser Artikel gefällt. Damit wir Sie weiterhin seriös, kritisch, mit gut recherchierten Artikeln informieren und dieses Magazin mit Plattform erhalten können, benötigen wir Ihre Solidarität und Unterstützung. Guter Journalismus bedeutet viel Arbeit. Mit einer freiwilligen Spende können Sie dazu beitragen dieses unabhängige Presse-Medium zu erhalten. DE23 7015 0000 0904 2090 20, BIC: SSKMDEMMXXX Betreff: Spende Artikel Vielen Dank für Ihre Fairness!