Magen-Darm-Trakt: Fremdkörper – Magendrehung

Allgemeines:

bei “akutem Bauch” sofort zum Tierarzt.

Symptome: Bauch sehr schmerzhaft, steinhart, aufgebläht, gekrümmte Haltung, starkes Speicheln, plötzliches starkes Erbrechen oder wiederholtes Würgen, schlechtes Allgemeinbefinden.

FREMDKÖRPER

Fremdkörper können in allen Teilen des Magen-Darm-Traktes stecken bleiben. Wenn Sie sehen, daß der Hund einen Fremdkörper frißt, der möglicherweise Probleme machen könnte: zum Tierarzt!
Fremdkörper im Maul meist zwischen den Zähnen festgeklemmt oder im Rachen.

Symptome: Speicheln, Würgen, Kopfschütteln, Kopfreiben, mit der Pfote über die Schnauze reiben.

Diagnose: Untersuchung ggf. Narkose

Therapie: Entfernung ohne Narkose des Hundes i. d. R. nur möglich, wenn der Fremdkörper relativ weit vorne sitzt und der Hund kooperativ ist, sonst Entfernung unter Narkose.

FREMDKÖRPER IN SPEISERÖHRE, MAGEN ODER DARM

Speiseröhre:

Symptome: unterschiedlich dramatisch, je nach Lage, Größe und Form des Fremdkörpers (meist Knochen, Knorpel oder Kauknochen) und nach der Art der Störung, die dieser verursacht, mehr oder weniger starkes Erbrechen, meist unmittelbar nach dem Fressen, schlechtes Allgemeinbefinden oft keine Futteraufnahme und kein Kotabsatz mehr.

Diagnose: i. d. R. nur durch Röntgenaufnahme möglich, Endoskopie

Therapie: Entfernung des Fremdkörpers durch eine Operation, bei Fremdkörper in Speiseröhre oder Magen manchmal auch durch ein Endoskop möglich.

DARMVERSCHLUSS

Symptome: bei völligem Verschluß: starkes Erbrechen, kein Kotabsatz, sehr schlechter Allgemeinzustand, fehlende Futteraufnahme.

Diagnose: röntgen, Ultraschall, Kontrastmitteluntersuchung, ggf. diagnostische/therapeutische Operation.

Therapie: Helfen kann nur eine operative Entfernung des Verschlusses.

die häufigsten Ursachen:

  1. Fremdkörper
  2. Darminvagination (Ineinanderstülpen des Darmes), infolge einer Darmentzündung mit
  3. Durchfall und gestörter Darmperistaltik möglich.
  4. Funktioneller Darmverschluß sofort zum Tierarzt, sofortige Operation nötig!!

MAGENDREHUNG

Meist bei großen Hund mit tiefem Brustkorb!

Symptome: Oft im Anschluß an eine reiche Fütterung, ggf. mit Bewegung danach, unruhig, würgen, starkes Speicheln, erfolglose Versuche zu erbrechen, bes. auffällig: zunehmende starke Aufblähung des Bauches, dadurch steigende Atemnot und zunehmende Kreislaufschwäche, Schock, Kollaps!

Diagnose: Klinische Untersuchung, Röntgen.

Therapie: Schockbehandlung, Abgasen des Magens, sofortige Notoperation!!

bei Verdacht: Sofort beim Tierarzt anrufen: oft sind die Symptome so typisch, daß bereits am Telefon eine Verdachtsdiagnose gestellt werden kann und der Tierarzt kann bereits eine Notoperation vorbereiten oder den Patienten an eine Klinik verweisen nach Anruf – mit Blaulicht – zum Tierarzt, jede Minute zählt, äußerste Lebensgefahr!!!!

Vorbeugung: Zwei Mal täglich füttern, statt nur einmal nach dem Fressen mind. 2 Stunden Ruhe (erreicht man am besten, wenn nach dem Spaziergang gefüttert wird). Die Ursachen der Magendrehung sind nicht vollkommen geklärt.


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