Im Gegensatz zum Menschenkind entwickeln sich Hunde- Welpen rasant, wie im Zeitraffertempo. Die Entwicklung kann in verschiedene Phasen eingeteilt werden. Es gibt bei den verschiedenen Hunderassen auch zeitliche Unterschiede in denen bestimmte Verhaltensweisen, Öffnen der Augen, Erscheinen der ersten Milchzähnchen usw. erstmals auftreten. So sind Terrierwelpen deutlich schneller mobil als zum Beispiel Labradorwelpen oder andere grosse Hunderassen. Man kann die Entwicklung bei den Irish-Terriern am besten in 3 Zeitabschnitte mit fließenden Übergängen einteilen.
1. : Neonatale Zeit 1. und 2. Lebenswoche
2. : Übergangsperiode 3. Lebenswoche
3. : Sozialisierungsphase und Zuwendung zur Außenwelt ab 4. Lebenswoche
Erste und zweite Lebenswoche: Neonatale Zeit
Die ersten beiden Wochen sind wie eine Fortsetzung der Lebens im Mutterleib. Die Welpen verbringen ihre Zeit mit Saugen und Schlafen und Gewichtszunahme. Trotzdem sind auch hier schon schrittweise Veränderungen zu erkennen, die Welpen kriechen lebhafter herum, finden die Mutter schneller, klettern schon mal über sie, melden sich lautstark, wenn sie versehentlich gedrückt werden.
Fiara, die Irish-Terrier-Hündin hatte für die Geburt ihren offenen Schaumstoffkorb gewählt. Diesen hatte ich ihn mit einem wasserdichten Bettlaken vor Blut und Fruchtwasser geschützt. Jetzt nach dem ersten Ausschlafen erhält die Hündin eine grössere, leicht verdauliche, kalorienreiche Mahlzeit und zieht nun in die Wurfkiste um.
Die Kiste steht in unserem Esszimmer. Die Welpen sind von ersten Tag an in unser Familienleben einbezogen. Die Kiste ist gross genug, dass sich die Hündin voll ausstrecken und auch stehen kann, mit weichem Schaumstoff ausgelegt, darüber eine Wärmematte, Teppichboden und ein weiches Tuch. Die Kiste wird mit einer dicken Decke abgedeckt ebenso der Eingangsbereich, so dass eine Höhle entsteht. Die Raumtemperatur ist weiterhin für mind. die ersten 6 Lebenstage Tage bei ca 25. Grad. Neugeborene Hundewelpen können die ersten Tage ihre Körpertemperatur nicht selbst halten, Sie bedürfen als Wärmequelle die Mutter oder evtl. auch Wärmematte oder Rotlicht, um nicht zu unterkühlen.
Wenn die Welpen entspannt nebeneinander liegen ist es warm genug. Bei zu kalter Umgebung liegen sie dicht gedrängt übereinander. Die Welpenkiste sollte nicht zu gross sein, um das Auffinden der Mutter zu erleichtern. Bei grösseren, schweren Hunderassen ist ein Distanzrahmen ratsam, damit die Hündin einen Welpen nicht versehentlich verletzt. Er wird an der Innenseite der Kiste in ca. 10 cm Höhe angebracht und ist je nach Größe der Mutter 5 – 10 cm breit.
Für die Hündin beginnt jetzt eine arbeitsreiche Zeit. Ohne vorbereitenden Säuglingspflegekurs beginnt die Hündin routiniert und fehlerfrei.
Während kleine Mäuse bei der Geburt völlig nackt sind, haben die neugeborenen Hundewelpen bereits ein dichtes, kurzes Fell, noch relativ kurze Beine und ein fast überdimensioniertes Mäulchen, sodass bei mutterloser Aufzucht oder nötiger Zufütterung die Sauger aus der Neugeborenenstation gerade richtig sind. Sie kommen blind und taub zur Welt. Augen und Ohren sind bei der Geburt verschlossen. Geruch- und Tastsinn sind bereits gut entwickelt.
Ihr Instinkt lässt sie aber problemlos mit pendelnden Kopfbewegungen, dem sog. Suchpendeln, die Wärmequelle Mutter mit den vielen Zitzen (Fiara hat 8 Zitzen) finden. Findet der Kleine eine Zitze fängt er sofort kräftig zu saugen an und massiert gleichzeitig das Gesäuge mit alternierendem Treten mit den Vorderpfoten (Milchtritt). Überlebenswichtig ist, dass die Welpen nach der Geburt die sogenannte Kolostralmilch trinken. Diese enthält überlebenswichtige passive Antikörper, die den Welpen vor Infektionen schützen können. Für fast 2- 3 Tage verlässt die Hündin überhaupt nur unter sanften Druck ihre Höhle, um sich zu lösen. Kehrt aber so schnell wie möglich leise winselnd wieder zurück. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich die Hündin wieder zwischen die vielen Welpen legt ohne einen ernsthaft zu treten. Wasser und Futter serviere ich ihr in der Kiste. Sie frisst und trinkt im Liegen. Alle 2 h rund um die Uhr werden die Kleinen gesäugt und regelmässig geputzt. Durch fachgerechtes Umdrehen auf den Rücken und intensives Lecken in der Bauch- und Genitalregion wird die Darmtätigkeit angeregt, und gleichzeitig Kot und Urin entsorgt, sodass die Wurfkiste trocken bleibt. Durch die nahezu ständige Anwesenheit der Mutter werden die Kleinen auch auf natürliche Art warmgehalten, indem sie sich nach dem Trinken eng an die Mutter kuscheln. Um das Trinken zu erleichtern verliert die Hündin ihre Bauchbehaarung um die Zitzen, der blutige Wochenfluss versiegt innerhalb der nächsten 3-4 Wochen.
In dieser Anfangszeit ist es wichtig, dass Hündin und Welpen Ruhe haben, fremde Besucher sollten die Ausnahme sein. Fiara kann sich intensiv ihrem Wurf widmen, die Welpen sind ruhig und entspannt, verbringen ihre Zeit mit Trinken und schlafen. Es ist faszinierend zu beobachten, wie routiniert und liebevoll sich diese junge Hündin um ihre Kinder kümmert.
Ermessen kann man diese gewaltige Arbeitsleistung der Hündin nur wenn man selbst einmal einen mutterlosen Wurf aufgezogen hat, Fütterung alle 2 h, Bauchmassage, pro Hund ca 15 min, Warmhalten usw. alles ist zu organisieren.
Bei einer so instinktsicheren Hündin, wie Fiara, sind die Welpen bestens versorgt. Die erste Nacht habe ich noch auf einer Liege im neben der Wurfkiste verbracht. Nachdem ich sicher bin, dass Fiara alleine zurecht kommt, reicht ein Babyphon an meinem Bett. Die Aufgabe des Züchters besteht in dieser Zeit darin, das Lager sauber zu halten, von evtl. mitgebrachtem Schmutz und Wochenfluss, die Hündin ausreichend und abwechslungsreich zu füttern. Ihr Appetit steigt enorm. Fiara liebt jetzt Hüttenkäse, Pute, Lachs mit wechselnden Zutaten. Das angebotene Trockenfutter und sogar Hundekuchen verschmäht sie momentan.
Regelmässige kurze Spaziergänge sind zum Wohlbefinden der Hündin nötig, auch um Darm und Blase zu entleeren und den Kreislauf im Schwung zu halten. Das Gesäuge wird täglich auf Verschmutzungen, verklebte Haare, beginnende Entzündungen, Milchstau und später auch auf Kratzspuren der spitzen Welpenkrallen kontrolliert. Die vorderen Krallenspitzen kürzt man dann ganz vorsichtig mit einer Nagelschere. Kleinere Verletzungen oder Entzündungen behandele ich mit Aloe vera propolis Creme. Bei Milchstau, der auch mit einer Rötung einhergehen kann und beginnender Mastitis (Entzündung des Gesäuges), Anlegen eines hungrigen Welpen und evtl. Quarkumschläge. Bei einer ausgedehnteren Entzündung mit Fieber muss der Tierarzt entscheiden, ob ein Antibiotikum nötig ist. Eine saubere Wurfkiste und Säubern der Milchleisten, zumindest nach einem Spaziergang, mit warmem Wasser ist deshalb sehr wichtig. Für die Rückbildung der Gebärmutter kann auch ein homöopathisches Medikament (Pulsatilla/Sepia) verabreicht werden. Eine erhöhte Körpertemperatur von 39,2 – 39,7 Grad Celsius für die ersten 3 Tage nach der Geburt ist normal. Bei Temperaturen über 40 Grad oder fehlender Normalisierung auf ca 38,5 sollte der Tierarzt zu Rate gezogen werden.
Die Welpen werden täglich gewogen. Das Wachstum ist enorm. Innerhalb der nächsten 7-10 Tagen sollten gesunde Welpen ihr Geburtsgewicht verdoppelt haben. Man erkennt durch tägliches Wiegen auch, ob alle genügend Milch bekommen und zunehmen, sodass man ein schwächeres Hundebaby bevorzugt anlegen kann. Hundemilch ist übrigens mehr als doppelt so kalorienreich wie Kuhmilch. Dies erklärt auch, dass man mutterlose Hundewelpen nicht mit Kuhmilch aufziehen kann. Hier bedarf es einer speziellen Welpenmilch.
Die Kleinen hatten ein Geburtsgewicht von 205 bis 270 g. Am Ende der 2. Lebenswoche wiegen sie bereits zwischen 560 g und 880 g. Sie haben ihr Geburtsgewicht bereits fast verdreifacht.
In der 2 Woche lockert sich die Lagerbindung der Hündin. Sie hat wieder Interesse an kürzeren Spaziergängen, sucht Gegenstände in der Wohnung, apportiert wieder. Sie kann sich im Haus frei bewegen und hat jederzeit Zugang zu ihren Welpen. Ein kleines Brett am Eingang der Kiste hindert die Welpen daran herauszuklettern. Beim kleinsten Maunzen ist Fiara zur Stelle, säugt, säubert und schmust ausgiebig mit den Kleinen. Befreundete fremde Hunde werden zwar freudig begrüsst, aber freundlich und bestimmt abgedrängt und so der Zutritt zum Zimmer mit den Welpen verhindert. Fremde Besucher werden in den ersten 3 Wochen nur auf Ausnahmefälle beschränkt. Die Hundefamilie soll Ruhe haben. Die zukünftigen Welpenbesitzer werden aber regelmässig mit Bildern und Berichten über die Fortschritte unterrichtet.
Bereits in dieser frühen Zeit ist das „Handeln“ der Welpen durch den Menschen wichtig. Mindestens beim täglichen Wiegen wird jeder Welpe einige Zeit in der Hand gehalten, zärtlich gestreichelt und mit ihm gesprochen. Er verbindet so frühzeitig ein angenehmes Gefühl mit den Berührungen den Menschen, lernt den Geruch kennen und baut vertrauen auf.
Übergangsperiode ab 3. Lebenswoche
Bereits gegen Ende der 2. Lebenswoche werden die Welpen zunehmend mobiler und kriechen schon etwas in der Wurfkiste herum. Bereits am 12. Tag hat der erste Welpe ein Auge leicht geöffnet. 2 Tage später sind alle Augen auf. Bis das volle Sehvermögen erreicht ist, Dinge fixiert und erkannt werden können. Um Entfernungen abschätzen zu können, dauert es aber noch einige Zeit. Genauso öffnen sich auch die Gehörgänge. Fast von einem Tag auf den anderen werden die Kleinen mobil, sie gehen wacklig, sitzen, beriechen und beknabbern sich gegenseitig, bellen, klettern über meinen Arm. Einer setzt sich und pinkelt frech in die Kiste, das 1 Würstchen wird rausgedrückt. Fiara hat bisher alles „rechtzeitig“ entsorgt. Diesmal hat sie nicht aufgepasst. Trotzdem verschwindet alles schnell wieder in ihrem Magen.

Am 16. Lebenstag verlässt der ersten Welpe die Wurfkiste. 2 Tage später sind alle soweit für kleine Ausflüge nach draussen. Schon jetzt verlassen sie die Schlafhöhle um sich ausserhalb zu lösen, und finden sicher wieder zurück.
Das Eingangsbrett an der Wurfkiste wird entfernt. Den Welpen steht jetzt ein täglich zunehmend grösseres Gehege zur Verfügung. Die ersten Ausbrecher versuchen schon in Fiaras Korb zu klettern.
Anfang der 3. Lebens-Woche erfolgt die 1. Entwurmung der Welpen und der Hündin: nahezu alle Hundewelpen sind mit Spulwürmern infiziert. Auch regelmässiges Entwurmen der Mutterhündin kann nicht verhindern, dass sie sich immer wieder durch Schnuppern auf den zahlreichen Hundetoiletten neu infizieren kann. Die im Körper der Hündin inaktiven Spulwurmlarven werden durch Trächtigkeit und Geburt aktiviert und über die Plazenta und die Muttermilch an die Welpen übertragen. Innerhalb von 14 Tagen können sich bereits zahlreiche Würmer im Darm des Welpen entwickeln, den Welpen schwächen und durch Abgabe von Eiern die Mutterhündin wieder neu infizieren. Ich verwende Banminth-Paste, die die Welpen zwar widerlich schmeckend finden und sich angeekelt schütteln. Die Verträglichkeit ist aber gut. Weitere Verabreichung ist alle 2 Wochen bis nach der Abgabe nötig.
Erkrankungen der Welpen:
Man muss bei unseren Haushunden mit einer Welpensterblichkeit innerhalb der ersten 2 Lebenswochen von ca 10 % rechnen. Auch hier sind einige Hunderassen besonders betroffen. Neben angeborenen Fehlbildungen, Mangelentwicklung im Mutterleib, extrem niedrigem Geburtsgewicht, ist ein grosser Anteil infektiös bedingt. Es kommen hier bakterielle, virale Infektionen und Parasiten in Frage.
Jede Veränderung im normalen Verhalten der Welpen ist bedenklich.
Normal ist : Welpe schläft meist, Muskelzucken im Schlaf, kräftiges Saugen und Hinbewegen zur Mutterhündin, kontinuierliche Gewichtszunahme – muss sehr ernst genommen werden. Eine Infektion kann innerhalb weniger Stunden zum Tod des Welpen führen, da die Kleinen kaum Widerstandskräfte besitzen, schnell austrocknen. Zeichen einer Erkrankung sind Saugunlust, Schwäche, Schreien, Durchfall, Entzündungen der Nabelgegend, der Augen, der Haut.
Oberste Priorität für den Züchter ist es deshalb die genaue Beobachtung, absolute Hygiene und Sauberkeit in Wurfhöhle und Gehege, Vermeiden von Untertemperatur, ausreichende Kolostrumaufnahme (Erstmilch mit Abwehrstoffen) bei der Mutterhündin rechtzeitige Vorstellung beim Tierarzt.
In den darauffolgenden Wochen werden die Welpen etwas widerstandsfähiger. Hier ist vor allem weiter die Hygiene und Vorsicht bei der Nahrungsumstellung zu beachten.
Herpes canis Infektion der Welpen (infektiöses Welpensterben):
Diese Infektion ist sehr gefährlich. Die Inkubationszeit beträgt 3 – 7 Tage. Symptome sind Saugunlust Schmerzschreie, Schwäche, Apathie und Druchfälle. Bei einer Infektion innerhalb der ersten beiden Lebenswochen sterben meist alle Welpen in kurzer Zeit. Infizierte erwachsene Tiere haben meist nur harmlose Symptome, können aber lebenslang infektiös bleiben. Ansteckungsgefahr durch die infizierte Mutterhündin besteht schon im Mutterleib über die Plazenta, während der Geburt oder kurz danach. Die Welpen erkranken hauptsächlich in den ersten beiden Lebenswochen, da die Viren bei der noch niedrigen Körpertemperatur der Welpen (ca 35 Grad Celsius) gute Wachstumsbedingungen finden. Die Körpertemperatur des Welpen steigt mit zunehmendem Lebensalter auf den Normalwert des erwachsenen Hundes an. Der Welpe wird dann zunehmend widerstandfähiger. Die Erkrankung kann durch eine pathologische Untersuchung eines verendeten Welpen oder durch eine serologische Blutuntersuchung der Mutterhündin festgestellt werden. Eine Therapie ist meist nicht erfolgreich. Es kann die Gabe von passiven Antikörpern und eine Wärmetherapie des Welpen auf 38 – 39 Grad Celsius versucht werden. Hündinnen können während der Läufigkeit geimpft werden, um Infektionen vorzubeugen.
Parallelen zum Menschen:
Beim neugeborenen Menschenkind ist eine Infektion mit einem Herpesvirus ebenfalls sehr gefährlich. Bei einer frischen Infektion der Mutter im Genitalbereich zum Geburtszeitpunkt, muss ein Kaiserschnitt durchgeführt werden, damit das Neugeborene nicht mit den Viren in Kontakt kommt. Herpes-Läsionen im Gesichtsbereich müssen sorgfältig abgedeckt werden.
Frau Dr. Birgit Gerber ist Humanmedizinerin, Fachärztin für Gynäkologie und züchtet seit 20 Jahren mit 7 Würfen Irish Terrier.
Siehe auch: Normale Geburt bei gesunden Hunden Teil 1
Kranke Rassehunde! BBC Dokumentation
Demnächst: Teil 3
Quellen:
Axel Wehrend: Leitsymptome Gynäkologie und Geburtshilfe beim Hund
Dr. D. Fleig: Die Technik der Hundezucht
Dorit Feddersen-Petersen: Fortpflanzungsverhalten beim Hund
Dorit Feddersen-Petersen: Hundepsychologie
http://www.laboklin.de/Vetinfo/aaktuell/lab_akt_0401.htm





















Liebe Frau Dr. Gerber,
Danke für diesen spannenden und informativen Bericht. Jetzt ist mir auch klar, warum unser Paul (den wir vor 8 Jahren bei Ihnen bekommen haben) so ein toller Hund ist. Bei der Pflege und Fürsorge!
Ich kann jeden nur empfehlen einen Ihrer Hunde zu nehmen, und der Irish ist wirklich ein toller Hund.
Liebe Grüße
Petra Wackerle
Thema – Spulwürmer
Um Ihre Frage kurz zu beantworten.
Nahezu alle Hunde werden in Ihrem Leben von Spulwürmern (Toxocara Canis) infiziert. Die bis zu 20 cm langen Spulwürmer befinden sich im Darm des Hundes und produzieren massenhaft Eier, die mit dem Kot ausgeschieden werden. In der Natur überdauern sie sehr lange. Wenn die Eier von einem Hund gefressen werden, entwickeln sich die Wurmlarven. Diese wandern durch die Darmwand über die Blutgefässe zur Lunge, wo sie evtl. Symptome wie Husten/Niessen verursachen können. Über die Luftröhre gelangen sie in den Rachen des Hundes und wieder in den Darm, wo sie sich zu erwachsenen Spulwürmern entwickeln, die wieder Eier produzieren. Ein Teil der Larven überdauert n verschiedenen Organen des Wirtstieres und wartet auf günstige neue Wachstumsbedingungen, wie z.B. die Trächtigkeit der Hündin. Die Larven wandern über die Gebärmutter und die Plazenta in die Welpen und über die Brustdrüsen in die Muttermilch. Die Welpen können sich daher schon vor der Geburt und beim Saugen nach der Geburt anstecken und bereits nach 2 Wochen erwachsene Würmer im Darm haben, die wieder Eier produzieren. Durch den Wurmbefall können die Welpen in ihrer Entwicklung erheblich beeinträchtigt werden, bei starkem Befall sogar sterben.
Deshalb sind regelmässige Wurmkuren, spätestens am Beginn der 3. Lebenswoche und danach bis zum Absetzen alle 2-3 Wochen nötig. Später ist dann die Untersuchung von Kotproben sinnvoll und Entwurmung nur wenn Wurmeier vorhanden sind, um dem Hund unnötige Wurmkuren zu ersparen.
Ein Wurmbefall der Welpen kann evtl durch Gabe von Fenbendazol ab dem 40. Trächtigkeitstag (50mg/kg) verhindert oder vermindert werden. Ob dies negative Auswirkungen auf die Trächtigkeit hat ist aber nicht ganz sicher und sollte deshalb mit dem Tierarzt abgesprochen werden. Auf jeden Fall ist es eine Belastung für die Hündin.
Wie kommt es eigentlich, dass fast alle Hundewelpen mit Spulwürmern infiziert sind?
Wenn die Mutter keine Würmer hat, dann können die kleinen doch eigentlich gar keine Spulwürmer haben, oder?
Oder infizieren die sich schon in der Gebärmutter?
Das kann ich mir kaum vorstellen…
Wir geben unseren Hunden alle drei Monate Profender und die sind eigentlich immer wurmfrei, wird auch mittels Kotproben immer vier Wochen nach dem Entwurmen überprüft.
Sehr geehrte/r Dr. Prinz,
Danke für Ihr Lob.
Für 2 (-3) der 8 Welpen suche ich noch ein möglichst optimales neues Zuhause.
Ja, mir macht es sehr viel Freude, ca alle 3 Jahre einen Wurf zu haben und die Kleinen möglichst gut auf ihr späteres Leben vorzubereiten.
Viele Grüsse, über Ihren Anruf würde ich mich freuen.
Dr. Birgit Gerber
Tel 089 / 914025
Mit grossem Interesse habe ich die Artikel über die Geburt und jetzt über die Entwicklung der Irish-Terrier-Welpen in den ersten Lebenswochen gelesen.
Man spürt, dass für diese Welpen sehr viel Zeit, Liebe und Freude an der Aufzucht investiert wird. Seit einiger Zeit schon sind wir auf der Suche nach einem mittelgrossen Hund. Bei Freunden haben wir schon einen Irish-Rüden kennengelernt.
Da die Welpen am 10.2.2012 geboren sind, müssten sie jstzt 6 Wochen alt sein.
Sind schon alle vergeben ?
Genauso informativ und kurzweilig wie der erste Teil über die Geburt. Besonders auch für Hundebegeisterte, die wohl selbst keinen Wurf aufziehen werden.
Wir freuen uns schon darauf, die Protagonisten “live” zu erleben.
Ein interessanter Bericht der dem Leser einen informativen Einblick in die Welpenentwicklung gewährt.