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5 Kommentare zu “Warum unsere Gesellschaft nicht mehr funktioniert”

  1. Liebscher

    Sehr geehrter Herr Professor,
    wachen Sie auf! Dieses System kann nicht alle Menschen mitnehmen. Die Zurückgelassen und Abgehängten wehren sich vergebens. Es gibt keine menschliche Gesellschaftsordnung, die alle Menschen mitnimmt. Das ist eine Illusion. Irgendwann gehören auch Sie zu den Abgehängten.Weil es keine Lösung gibt, zumindest nicht von Menschen. Weil Wie alle in einem Boot sitzen. Wo ist der Steuermann?

  2. Altkanzler aus dem Jenseits

    Germany haben fertig.

  3. Cicero

    Hervorragender Artikel! Wie immer, bringt Astrid Ebenhoch die Misstände in Deutschland auf den Punkt und beschreibt genau die Ursachen. Über die man entweder nicht berichtet oder wie üblich schön schreibt oder ignoriert. Hinzu kommt, dass die deutsche Bevölkerung sehr staatsgläubig ist, sich einfach manipulieren lässt – siehe Fake News und Hasskommentare in den sozialen Netzwerken durch Rechtspopulisten – sich für Demokratie nicht wirklich interessiert und im “All inklusive Staat”, aus Bequemlichkeit, Feigheit und Ignoranz, Eigeninitiative scheut. Persönlichkeitsentwicklung ist unerwünscht. Persönlichkeitsentwicklung beginnt im Kindesalter, durch die Eltern und an den Schulen. Deutsche Kinder werden aber dazu erzogen, kritiklos zu funktionieren, den Mund zu halten, möglichst keine Fragen zu stellen und den “Kopf” einzuziehen. Wer ausschert hat ein Problem oder wandert aus! Es ist also fraglich ob und wann sich in diesem Land etwas ändert? Die Tatsache, dass eine Gesellschaft aus Individuen besteht, die jeden Einzelnen nicht nur fördert, respektiert und vor allem Toleranz und Pluralität gehört, um sich weiter zu entwickeln, ist in Deutschland noch nicht angekommen. Aber nur Freiheit und ein freier Geist machen Innovation möglich. Innovation, also Weiterentwicklung, Veränderung und Erneuerung, ist in Deutschland deshalb ebenfalls eine Bedrohung und unerwünscht. Der Irrglaube man könne Karriere durch Egoismus, Opportunismus und Arbeit als Befehlsempfänger machen, ist immer noch präsent. Mit Folgen die nun sichtbar werden. Danke für diesen Artikel!

  4. K.Y.

    Ich lese Ihren Artikel gerade im Bus und denke folglich an mein bisheriges Leben: Schulzeit stimmt genau. Arbeitswelt stimmt genau. Ich werde es besser machen.

    Sehr schöner Artikel.

  5. Sven Tegtmeyer

    Nachwuch droht Gehalt auf Hartz-4-Niveau

    Ende der Wohlstands-Ära: Die Jungen werden ärmer als ihre Eltern

    http://www.stern.de/wirtschaft/geld/mckinsey-studie–die-jungen-werden-aermer-als-ihre-eltern-6971346.html

    oder auch ganz lecker: Verarmung als Megatrend – siehe auch: https://www.berlinjournal.biz/verarmung-kinder-aermer-als-eltern/

    Laut Politik müsse man sich “integrieren” (nach Definition der Politik was das denn angeblich sei). Dazu braucht es in der heutigen Zeit üppige Geldmittel, die die meisten Leute, die angeblich “nicht integriert” sind (auch sehr viele Deutsche), gar nicht aufbringen können.

    Auf einen Zusammenhang stieß die britische Soziologin Marii Peskow in der European Social Survey (ESS): Demnach sei die Bereitschaft zur Wohltätigkeit in egalitären Gesellschaften deutlich schwächer ausgeprägt, als in solchen mit großen Einkommensunterschieden. Die Erklärung dafür liege im sozialen Statusgewinn, den Wohlhabende in ungleichen Gesellschaften erfahren würden, wenn sie Schwächere unterstützten. In egalitären Gesellschaften herrsche hingegen das Bewusstsein vor, dass dank des Sozialstaats für die Schwachen schon gesorgt sei.

    Faulheit gilt in den westlichen Industrienationen als Todsünde. Wer nicht täglich flott und adrett zur Arbeit fährt, wer unbezahlte Überstunden verweigert, lieber nachdenkt als malocht oder es gar wagt, mitten in der Woche auch mal bis mittags nichtstuend herumzuliegen, läuft Gefahr, des Schmarotzertums und parasitären Lebens bezichtigt zu werden.

    Nein, stopp: Nur die armen Arbeitslosen fallen in die Schublade »Ballastexistenz«. Millionenerben, Banker- und Industriellenkinder dürfen durchaus lebenslang arbeitslos und faul sein. Sie dürfen andere kommandieren, während sie sich den Bauch auf ihrer Jacht sonnen.

    Früher glaubten viele Menschen an einen Gott. Wie viele heute noch glauben, da oben säße einer, der alles lenke, weiß ich nicht. Das ist auch egal. Gottes ersten Platz hat im modernen Industriezeitalter längst ein anderer eingenommen: Der »heilige Markt«. Der Finanzmarkt. Der Immobilienmarkt. Der Energiemarkt. Der Nahrungsmittelmarkt. Und der Arbeitsmarkt.

    Der Arbeitsmarkt ist, wie der Name schon sagt, zum Vermarkten von Arbeitskraft da. Wer kein Geld und keinen oder nur sehr wenig Besitz hat, verkauft sie. Die Eigentümer der Konzerne konsumieren sie, um daran zu verdienen. Das geht ganz einfach: Sie schöpfen den Mehrwert ab. Sprich: Der Arbeiter bekommt nur einen Teil seiner Arbeit bezahlt. Den Rest verrichtet er für den Gewinn des Unternehmers.

    Arbeit verkaufen, Arbeit konsumieren: So geschieht es seit Beginn der industriellen Revolution. Denn Sklaverei und Leibeigenschaft wurden ja, zumindest auf dem Papier, abgeschafft.

    Solange Furcht vor Strafe, Hoffnung auf Lohn oder der Wunsch dem Über-Ich zu gefallen, menschliches Verhalten bestimmen, ist das wirkliche Gewissen noch gar nicht zur Wort gekommen. (VIKTOR FRANKL)

    Die Todsünde der Intellektuellen ist nicht die Ausarbeitung von Ideen, wie fehlgeleitet sie auch sein mögen, sondern das Verlangen, diese Ideen anderen aufzuzwingen (Paul Johnson)

    Der Teufel hat Gewalt, sich zu verkleiden, in lockende Gestalt… (Shakespeare)

    Das Heimweh nach der Barbarei ist das letzte Wort einer jeden Zivilisation (Cioran)

    Alle Menschen sind klug – die einen vorher, die anderen nachher (Voltaire)

    Die Gefahr ist, dass die Demokratie zur Sicherung der Gerechtigkeit für diese selbst gehalten wird (Frankl)

    Absolute Macht vergiftet Despoten, Monarchen und Demokraten gleichermaßen (John Adams)

    Moral predigen ist leicht, Moral begründen schwer (Schopenhauer)

    Unser Entscheiden reicht weiter als unser Erkennen (Kant)

    Denn mancher hat, aus Furcht zu irren, sich verirrt (Lessing)

    Die Augen gingen ihm über, so oft er trank daraus… (Goethe)

    Immer noch haben die die Welt zur Hölle gemacht, die vorgeben, sie zum Paradies zu machen (Hölderlin)

    So viele Gefühle für die Menschheit, dass keines mehr bleibt für den Menschen (H. Kasper)

    “Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden” (Helmut Schmidt)