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2 Kommentare zu “Hundefüherschein und Leinenzwang – mit Kanonen auf Spatzen schießen”

  1. Andreas

    Guten Abend,
    es gibt immer die gut erzogenen Hunde und rücksichtsvollen, mit der notwendigen Sozialkompetenz ausgestatteten Hundehalter, die nicht nur ihr Tier im Griff haben, sondern auch dafür sorgen, dass die Hinterlassenschaften fachgerecht entfernt und entsorgt werden. Leider nur ausnahmsweise.
    Ein Spaziergang in den Münchner Erholungszonen zeigt sehr schnell, dass auffällig viele Hundehalter mit wenig oder keiner Rücksicht für Mensch und Natur ihrem besten Freund alle Freiräume genehmigen (Bsp.: Englischer Garten).
    Gerade in Naturschutzgebieten (Bsp.: Panzerwiese Milbertshofen, Allacher Forst, Schwarzhölzl Feldmoching) erwarte ich von jedem normal denkenden Menschen, dass ein Hund nicht im Wald oder auf einer Grünfläche herumstreunt und seine „Marken“ setzt. Nicht selten ist der Hundehalter überhaupt nicht sichtbar. Ansprechen darf man die Damen und Herren ebenfalls nicht, weil sie in der Regel mit derselben Aggressivität wie ihr Hund reagieren – bis zur Androhung von Gewalt habe ich alles selbst erlebt.
    Die Regel sind (nicht angeleinte und urinierende/defäkierende) Hunde auf Spiel- und Sportplätzen – halten Sie das für richtig? Ich nicht – ebenso wenig wie Raucher, die Ihre Zigaretten auf den Boden werden (Dieser Vergleich nur für den Fall, dass sie auch dieses Argument noch nennen möchten.). Zeugt von extrem hohem Mangel an Sozialkompetenz und Denkvermögen!
    Ob eine Leinenpflicht zum gewünschten Erfolg führt, halte ich allerdings auch für zweifelhaft. Wenn Hundehalter schon bei eindeutig gekennzeichneten Liegewiesen keine Rücksicht nehmen (Bsp.: Hirschgarten), wird ein Gebot oder Gesetz ganz sicher nicht für Abhilfe sorgen.
    Ich stimme dem Autor des Artikels zu, dass auch einige Radfahrer nicht gerade mit der notwendigen Sozialkompetenz glänzen. Aber auch hier ist ein Fahrradführerschein oder -kennzeichen sicher nicht die richtige Entscheidung. Viele Autofahrer halten sich trotz Führerschein und Kennzeichen nicht an die grundlegenden Verkehrsregeln – warum sollten sich Radfahrer davon abschrecken lassen? Davon abgesehen verstehe ich den Vergleich an dieser Stelle nicht.
    Soll die Argumentation lauten: Wenn Radfahrer keinen Führerschein machen müssen, dann braucht man auch keine Regelung für Haustiere?
    Den Vergleich Kind (=Mensch!) zum Hund finde ich unerhört – in welcher Hierarchiestufe der Lebewesen sehen Sie Menschen im Vergleich zu Tieren? Ich halte es für eine Ausnahme, dass Menschen andere Menschen beißen, verletzen oder am Straßenrand defäkieren. Gesunde Menschen sind in der Lage verbale Informationen zu empfangen, zu verarbeiten und eine Entscheidung zu treffen.
    Ich gebe zu: Ich bin sicher – wie viele andere Münchner – kein Hundefreund. Neben dem hohen Aggressionspotenzial und der damit einhergehenden Gefahr, halte ich den Kontakt zu Lebewesen, die sich an Ihren Geschlechtsteilen und am Anus lecken für unhygienisch. Die Domestizierung ist aus meiner Sicht bei keinem Tier so schlecht gelungen, wie bei den teilweise absurden Züchtungen, die sich großer Beliebtheit in der Bevölkerung erfreuen. Dennoch akzeptiere ich Menschen, die sich mit Bedacht der Verantwortung für einen Hund stellen – erwarte allerdings die Rücksichtnahme auf den Rest der Bevölkerung, der mit 86 % der bundesdeutschen Haushalte eindeutig die Mehrheit stellt.
    Vielleicht interessant: Wie bewerten Sie einen rauchenden Hundehalter, der mit dem Auto zum Englischen Garten fährt, um dort mit seinem Hund und Kind das Radfahren zu erlernen?
    Fazit: Wenn alle nachdenken und mehr Rücksicht aufeinander nehmen, braucht es auch keine Einmischung der Legislative.
    Mit bestem Gruß

  2. U.Deus

    Guter Artikel. Der Hund ist das letzte Glied in der Hierarchie und der Hundehalter mit ihm. Wer wird schon die Kriterien für einen Hundeführerschein festlegen? – dieselben geistigen Flachzangen wahrscheinlich, welche die Hundeverordnung samt Leinenzwang aus der Taufe gehoben haben.
    Für einen Fahrradführerschein samt Kennzeichnung würde ich auch plädieren, macht Sinn und den zunehmenden Rowdies ohne Klingel und Bremse hoffentlich den Garaus.