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7 Kommentare zu “Essener Tafel: Das ist tiefer Rassismus”

  1. Mike Smith

    Zunächst einmal danke für diesen grossartigen Artikel über Organisierten Nationalismus und Rechtspopulismus in Deutschland und diesen hier. Ihr seit ein Gewinn für die Demokratie, macht weiter so! Ich habe Euch über Facebook gefunden und gesehen wie die AfD Anhänger hetzen. Es ist unfassbar und auch erschreckend wie dumm diese Leute sind. Es ist an der Zeit, dass diese Partei mit ihren Anhängern endlich vom Verfassungsschutz überwacht wird bevor es zu spät ist. Die Beweise sind auf Eurer Fanpage auf Facebook zu finden, was diese Rassisten posten. Unfassbar! Als ich den ersten Artikel las und die Videos sah, erinnerte mich dies alles an meinen Großvater, der aus Deutschland in die USA fliehen musste. Mit Trump werden wir in den USA genau so fertig, wie wir auch mit Nixon fertig wurden. Aber Deutschland scheint mit diesen Leuten nicht fertig zu werden. Es gibt keinen Bevlölkerung im Widerstand wie in den USA. Sie haben nichts gelernt! Genau so begann es damals. Sie suchen sich einen neuen Sündenbock, denken nur an ihren Vorteil oder machen den Staat für alles verantwortlich. Die Politiker haben sie selbst gewählt. Und die restliche Bevölkerung sieht wieder zu. Deutsche sind bis heute unmündig, wissen bis heute nicht was Demokratie bedeutet und das ist erschreckend.

  2. Marietta Schmidt

    Stimmt, @cicero! Gerade die Deutschen, die asozialste Nation, nicht nur in der EU. Wenn ich im Ausland bin und Pauschaltouristen sehe, spreche ich nur englisch und möchte nicht als Deutsche erkannt werden. Das Verhalten ist einfach zum fremdschämen. Alles was nicht niet und nagelfest ist, reissen sie sich unter den Nagel ohne Rücksicht auf Verluste und pöbeln herum. Überall, nicht nur am Frühstücksbuffet oder am Strand. Und dann die großkotzigen und unkultivierten Deutschen im Ausland, die meinen man könne sich mit Geld alles kaufen. Nur Anstand, Umgangsformen, Bildung und Menschlichkeit eben nicht, wie man sieht. Sie haben recht Cicero, sie armen notleidenden Menschen die solchen gönnerhaften Deutschen ausgeliefert sind, die auch auch noch dafür gefeiert werden wollen @Hartmund Runge. Es ist mehr als peinlich, vor allem, dass sie es nicht einmal bemerken.

  3. Cicero

    Dieses Magazin lese ich inzwischen seit 8 Jahren. Konstant hohes Niveau, seriöser und kritischer Journalismus, nun auch mit prominenter Unterstützung von Michel Abdollahi. Bei dem ich mich zunächst einmal für dieses Statement bedanken möchte. Ich lebe seit vielen Jahren im Ausland und erfuhr hier wichtige Informationen über die Entwicklung eines Landes, dem ich den Rücken kehrte und wegen zunehmender Intoleranz, Ignoranz, konstanter Rückständigkeit, fehlendem Respekt, fehlenden Umgangsformen der Deutschen im Umgang miteinander und zunehmendem Rassismus verlassen habe. Das Verhalten der Deutschen im Ausland ist peinlich. Sie sind unreflektiert, egoistisch, respektlos, humorlos, besitzen keinerlei Einfühlungsvermögen, wissen nicht was selbstverständliche, bedingungslose Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft bedeutet und leiden immer noch an typisch deutscher “Großmannssucht”. Die armen notleidenden Menschen die solchen Deutschen ausgeliefert sind. Wenn ich dies lese, werde ich erneut darin bestätigt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
    In keinem westlichem Land das ich kenne würde dies passieren. Ein solcher Leiter einer Wohltätigen Organisation, die vorgibt allen Notleidenden zu helfen, würde wegen Diskriminierung sofort gefeuert werden und wegen Rufschädigung der ganzen Branche auf Schadensersatz verklagt werden. Aber in Deutschland wird auch noch darüber diskutiert, warum man ein solches Verhalten tolerieren soll. Rechtsextremes und braunes Gedankengut. Das ist Deutschland wie man sieht, bis heute und immer noch.

  4. Marietta Schmidt

    Das ist ein korrektes und nur richtiges Statement von Michel Abdollahi. Vor jeder Handlung steht der Gedanke, dann die Sprache.
    Leute wie @Hartmut Runge sollten sich vielleicht zunächst einmal fragen warum es bei den anderen Tafeln und Wohltätigkeitsorganisationen in Deutschland, bei denen der Ausländeranteil ebenfalls sehr hoch ist, solche Probleme nicht gibt. Für soziales Engagement ist eben auch soziale Kompetenz ausschlaggebend und der Wille jedem zu helfen! Aber in Deutschland wird wie immer eigenes Versagen auf andere abgewälzt und ein Schuldiger gesucht. Wenn jemand seinen Job nicht kann, wie offensichtlich Herr Sartor, dann soll er sich im Kaninchenverein engagieren. Dort gibt es kein Gedränge von Bedürftigen, gleich welcher Nation, die in Not sind, sondern nur deutsche Kaninchen.

    1. Hartmut Runge

      Liebe Frau Schmitt,
      es freut mich, dass sie zu jener seltenen Spezies gehören, die denkt, bevor sie spricht. Es ist allerdings so, dass man nur denken kann, was man auch weiss. Wenn Herr Sator also besser erst ein Studium absolvieren sollte, bevor er sich zweifelhafte Gen-Vergleiche eines führenden SPD-Genossen zueigen macht, sollten sie das auch zum Ausdruck bringen.

      Gesetzt den Fall, es käme zu diesem Studium, bestünde immerhin die Möglichkeit, zu der Erkenntnis zu kommen, dass die Hilfe der Tafeln genau die Denkfaulheit und den mangelnden Änderungswillen in der Mitte der Gesellschaft befördert, die Tafeln erst möglich machen. Die Mitte der Gesellschaft- das sehen sie ganz richtig – wälzt ihr eigenes Versagen auf Leute wie Herrn Sator ab.

      In Sachen des von ihnen als berechtigt angesehenenen Rassismusvorwurfs denke ich, dass weder Ihre Verallgemeinerung in Bezug auf andre Tafeln irgendetwas mit der Realität zu tun hat.

      Vielleicht hilft Ihnen, dass man gelegentlich auch hierzulande etwas weniger ideologisch argumentiert:

      http://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-03/joerg-sator-chef-essener-tafel-sozialdemokratie

      1. Marietta Schmidt

        Studium? Für was? Fehlenden gesunden Menschenverstand und Einfühlungsvermögen?
        Für jedes Problem gibt es eine Lösung. So löst man ein Probleme nicht. Da wäre dann vielleicht zum Lernen ein Kaninchenverein doch besser. In Deutschland sucht man persönliche Bestätigung und Erfolge, die man beruflich nicht hat, in Vereinen. Mit Wohltätigkeit also selbstverständlicher und bedingungsloser Hilfsbereitschaft hat das nichts zu tun. Ego und Selbstbestätigung ist dort fehl am Platz. Typisch Deutsch dieses Gönnerhafte! Menschenwürde ist auch ein Fremdwort!

  5. Hartmut Runge

    Lieber Michael Abdollahi,

    die Debatte um die Gene wurde ja schon einmal bei den unsäglichen Auslassungen des Genossen Sarrazin geführt. Insofern teile ich ansatzweise auch die etwas vereinfachende Sicht: sag mir, was Du sprichst und ich sag Dir, wer Du bist. Schon deshalb, weil ich davon ausgehe, dass ein Sarrazin wissen muss, wovon er redet.

    Ich unterstelle auch Dir, dass Du weisst, wovon Du redest. Du redest unter andrem davon, dass dem Chef der Essener Tafel ein “Geber-Gen“ fehlt, und tust das selbstverständlich nur als Polemik gegen die festegestellte Unzumutbarkeit seiner Haltung ab. Aber offenbar sind Dir Gen-Argumentationen auch nicht fremd, wenn es Dir um Deine Sache geht, denn das Geber-Gen ist offenbar auch ein ernstzunehmendes Argumentations-Gen.

    Fakt ist aber, dass Du sprachlich den Begriff der Gene zur Abwertung eines Menschen benutzt, der sich über seinen Sprachgebrauch offensichtlich weniger Gedanken macht als Du.

    Frage: hältst Du wirklich die billige Stigmatisierung eines Mannes, der mehr als seinen Job macht, mit den Mitteln, mit denen Du nicht mehr als Deinen Job machst, für moralisch integer?

    Ich finde, dass intellektueller Chauvinismus dem Rassismus viel näher ist, als die unbedachtsamen Äusserungen eines engagierten Mannes, der wohl eher nicht professionell in der Sprache unterwegs ist.

    Du wirst Deinen Punktsieg in der Öffentlichkeit sicher geniessen, ohne vor Scham zu erröten, ich dagegen schäme mich jetzt mal für Dich.